Der Sohn des Seekönig

Eine Wikingergeschichte von Gerd Lobin

 

Zehntes Kapitel

Die Jagd auf den Keiler

 

Am Abend vor dem Julfest hatte es am Fjord zu schneien begonnen und jetzt, wo acht von den zwölf dunklen Nächten vorüber sind, schneit es noch immer. Die Knechte haben Mühe, die Wege zwischen den einzelnen Häusern freizuschaufeln, und auf dem Hof türmen sich bald hohe Mauern von Schnee.

Knut hat Anweisung gegeben, die Pferde von der Weide zu holen und in den Stall zu sperren, wo sich besonders Wolke, Ingolfs Hengst, unwillig gebärdet. Er keilt mit den Hinterbeinen aus, trommelt mit den Hufen gegen die hölzernen Wände, wiehert laut.

„Du musst ihn bewegen“, rät der erfahrene Knecht dem Jungen. „Er ist noch zu frisch zugeritten und muß sich austoben können, damit er nachts im Stall Ruhe gibt. Auch Thorleif sollte seinem Falben Bewegung verschaffen.“

So ziehen die beiden Jungen warme Hosen und Jacken aus Fell an, steigen in die Pelzstiefel und schwingen sich in den Sattel. An Traben oder Galoppieren gar ist nicht zu denken. Der Schnee liegt stellenweise so hoch, dass er den beiden Hengsten bis an den Bauch reicht.

„Lass uns hinunter zum Fjord reiten“, schlägt Thorleif vor. „Dort wird der Schnee nicht so hoch sein, weil der Wind am Wasser stärker weht.“

In der Tat lässt es sich in der Nähe des Wassers besser reiten. Die Jungen treiben ihre Pferde zum Trab und schließlich zum Galopp an. Thorleif reitet voran, und Ingolf hat große Mühe, ihm zu folgen.

Auf dem Schiffsbauplatz am Fjord rührt sich keine Hand. Ingolf, der zum letzten Mal vor seiner Fahrt nach Haithabu auf der Baustelle gewesen ist, staunt über die Fortschritte, die der Bau des neuen Schiffes gemacht hat. Der Adler hat schon Formen angenommen, und Ingolf bewundert den leicht gebogenen Kiel und den edlen Schwung der Steven.

„Erik ist stolz auf sein neues Schiff“, berichtet ihm Thorleif. „Er überhäuft den Schiffsbaumeister als Zeichen seiner Zufriedenheit und seines Wohlwollens mit Geschenken. Und er zweifelt auch nicht mehr daran, dass der Adler rechtzeitig zum Frühjahr fertig wird. Erik freut sich, glaube ich, schon mächtig darauf, mit ihm aufs Nordmeer hinauszufahren. Und ich freue mich auch darauf, wenn ich ehrlich bin.“

„Bist du denn so sicher, dass du in diesem Boot sitzen wirst?“ hält ihm Ingolf entgegen.

„Ach, du meinst wegen der Prüfungen?“ Thorleif lacht herzhaft. „Die bereiten uns beiden doch keine Schwierigkeiten.“ „An die Prüfungen habe ich auch gedacht“, gibt Ingolf zurück. „Doch ich zweifle nicht an ihrem Ausgang, sondern ich erinnere dich daran, dass nach altem Brauch der beste Jungkrieger in das Boot des Seekönigs kommt. Es soll ja mal eine Ausnahme gemacht worden sein, die sich aber bestimmt nicht wiederholen wird.“

Ingolf und Thorleif haben seit dem Julabend mit der Auseinandersetzung zwischen Erik und Ragnar das Thema Harald nicht mehr angesprochen. Auch jetzt sucht Thorleif schnell nach Ausflüchten.

„Du hast recht“, sagt er lachend. „Und da ich der Bessere von uns beiden bin, werde ich auch im neuen Boot sitzen. Wenn du Zweifel daran hast, können wir uns ja gleich heute mal zur Probe im Wettkampf messen. Ich schlage dafür ein Wettreiten vor.“ „Ein Wettreiten im tiefen Schnee? Wie stellst du dir das vor?“ sagt Ingolf. „Die Pferde haben Mühe, im Schritt zu stapfen.“ „Wir reiten über den Fjord“, sagt Thorleif kühn. „Die Eisdecke ist dick genug. Sie wird uns tragen!“

„Die Götter haben deinen Geist verwirrt, Thorleif“, warnt Ingolf. „Du wirst mit deinem Hengst ertrinken!“

Aber Thorleif lässt sich nicht warnen, sondern treibt Sturmwind auf das Eis. Der Hengst wiehert und sträubt sich ängstlich, aber Thorleif schlägt ihm seine Füße solange in die Flanken, bis er sich auf die weiße Fläche drängen lässt. Er springt jedoch mit gewaltigem Satz sofort zurück auf das Land, als das Eis unter seinen Hufen zu knirschen beginnt. Thorleif wäre beinahe vom Pferd gefallen. Dort, wo Sturmwind eben noch stand, gähnt ein schwarzes Wasserloch in der schneebedeckten Eisfläche.

„Bedanke dich bei deinem Hengst, dass du nicht eingebrochen bist!“ ruft Ingolf. Thorleif lacht laut, tätschelt dann aber doch mit der Hand den Hals des Falben, der zitternd und noch immer ängstlich schnaubend sich von der tückischen Eisfläche fernhält.

Dann reiten sie zurück. Als sie sich Eriks Haus nähern, hat es aufgehört zu schneien. Die fahle Wintersonne lässt den Schnee glitzern. Auf der Weide neben dem Anwesen treffen die Jungen eine fröhliche Gesellschaft an. Knut und die anderen Knechte haben eine große Fläche vom Schnee befreien müssen, und Erik vergnügt sich mit seinen Gästen, die nun schon seit acht Tagen bei ihm weilen, beim Kugelspiel. Hölzerne Kugeln müssen so weit als möglich gerollt werden. Die schnellsten Läufer jeder Mannschaft setzen der Kugel nach, um sie möglichst früh zu erreichen.

„Ihr kommt gerade im rechten Augenblick“, ruft Erik seinen Söhnen entgegen. „Knut mag eure Pferde besorgen, ihr beide aber spielt mit. Jeder verstärkt eine Mannschaft.“

Die Jungen legen die dicken Pelzjacken ab, die ihnen beim Spiel hinderlich wären. Thorleif nimmt sich die Kugel und schleudert sie mit aller Kraft, während Ingolf ihr leichtfüßig nachläuft und sie schon nach ein paar Dutzend Schritten eingeholt hat.

Jetzt ist Ingolf an der Reihe, die Kugel rollen zu lassen. Sie rollt längst nicht so schnell wie vorhin bei Thorleif, aber dieser ist auch nicht so leichtfüßig wie Ingolf, so dass Ingolfs Mannschaft einen Vorteil hat.

Als nach einer längeren Pause, während der die anderen Männer ihre Kraft und ihre Schnelligkeit unter Beweis stellen, die beiden Jungen abermals an der Reihe sind, missglückt Ingolfs Wurf völlig, und Thorleif holt schon nach wenigen Schritten die Kugel ein. Der Vorteil von vorhin ist wieder ausgeglichen.

So wogt das Spiel hin und her, her und hin. Keine Mannschaft hat einen Vorsprung, als Ingolf und Thorleif den letzten Durchgang bestreiten.

Ingolf tritt zuerst an die Abwurfmarke, nimmt Anlauf, wirft mit vollem Schwung, die Kugel rollt und rollt, Thorleif aber stürzt ihr nach, rennt, was die Lungen hergeben, erreicht die Kugel endlich, nachdem sie weiter als je zuvor gerollt ist. Ingolfs Mitspieler kommen auf den Jungen zu, klopfen ihm anerkennend auf die Schulter, fühlen sich bereits als Sieger.

Da macht sich Thorleif zum allerletzten Wurf bereit. Kraftvoll läuft er an, setzt die Kugel ganz flach auf, gibt ihr mit voller Kraft einen gewaltigen Schwung. Die Kugel rollt so schnell, dass sie mit den Augen kaum zu verfolgen ist. Aber Ingolf stürzt ihr so flink nach, wie er in seinem Leben noch niemals gerannt ist. Es sieht so aus, als würde er die schnelle Kugel vor Thorleifs Marke erreichen, doch als er nach ihr greifen will, rutscht er auf dem glatten Schneeboden aus und greift im Fallen daneben. Die Kugel rollt über das Mal hinaus; Thorleifs Mannschaft hat gewonnen.

Thorleif steht nach dieser Leistung plötzlich im Mittelpunkt, und er genießt es offensichtlich, im Zweikampf mit Ingolf der Bessere gewesen zu sein.

„Du hast Glück gehabt, dass ich im Fallen neben die Kugel gegriffen habe“, sagt Ingolf mit einem Lächeln, als er den Bruder beglückwünscht.

„Glück gehört dazu“, gibt Thorleif zurück. „Du hast es auch schon mehrmals gehabt.“ „Was willst du damit sagen?“

„Na, es hätte ja sein können, dass dich da oben in den Bergen ein richtiger alter Wolf angegriffen hätte und nicht ein junges Wölflein. Was hättest du dann gemacht?“

„Dann hätte ich ihm genauso den Schädel gespalten wie dem jungen Wolf“, sagt Ingolf unumwunden. „Ich habe nicht behauptet, dass ich einen gewaltigen Wolf erlegt habe. Das ganze Abenteuer mit Torkil ist mir übrigens niemals wichtig gewesen!“

„Aber du hast erzählt, dass du den Hengst, den Ingolf gezähmt hat, vorher müde geritten hattest“, wirft Björnhild ein, die bei den zuschauenden Frauen gestanden hat und von den beiden Jungen bisher nicht bemerkt worden ist.

Thorleif bekommt einen roten Kopf vor Verlegenheit. An das letzte Gespräch mit Björnhild lässt er sich in aller Öffentlichkeit nur ungern erinnern.

„Er hat ja auch in der Tat vor mir auf Wolkes Rücken gesessen“, verteidigt Ingolf seinen Bruder. „Vielleicht wäre es ihm ohne seine Verletzung wirklich gelungen, den Hengst zuzureiten.“ Ehe sich Thorleif, Ingolf und Björnhild weiter auseinandersetzen können, gibt Erik das Zeichen, ins Haus zu gehen.

„Morgen früh wollen wir zeitig aufbrechen, um Schwarzwild zu jagen. Der Ostwind hat die Wolken vertrieben, die Nacht wird kalt werden. Im frischen Schnee werden es die Knechte leicht haben, Spuren der Keiler und der Sauen zu finden. Wir wollen uns bemühen, möglichst viel Wild zu speeren. Frisches Fleisch ist nach all dem Geräucherten und Gedörrten der letzten Tage ein Leckerbissen.“

 

Am nächsten Morgen, noch in der Dämmerung, ziehen die Männer, mit Jagdspeer und Bogen bewaffnet, in den Wald. Sie werden von einer Anzahl Knechte begleitet, von denen einige auch Hunde führen, die kläffend an ihren Leinen zerren.

Vor dem Waldrand erwartet sie Knut, der Alte, mit zwei jüngeren Knechten.

„Wir haben eine starke Rotte aufgespürt, Herr“, sagt er zu Erik. „Ihre Spuren führen in ein dichtes Gebüsch und nicht wieder heraus. Also müssen die Tiere zwischen den jungen Fichten stecken. Die Hunde werden sie schon heraus treiben. Doch vorher sollten die Jäger Aufstellung nehmen.“

Erik ordnet an, das Gebüsch im Halbkreis von zwei Seiten zu umgehen und auf diese Weise einen Ring zu bilden.

„Wir gehen dann langsam auf das Dickicht zu, ziehen auf diese Weise den Ring immer enger und schicken dann die Hunde hinein. Die Tiere werden flüchten und laufen uns direkt in unsere Speere!“

Es kommt so, wie Erik es vorausgesagt hat. Als der Ring der Jäger dicht genug ist, gehen die Knechte mit den aufgeregt kläffenden Hunden in die Dickung. Es ist für sie ein mühevolles Werk, hinter den stürmisch an den Leinen zerrenden Kläffern sich einen Weg durch das tief verschneite Gebüsch zu bahnen.

Thorleif und Ingolf stehen in dem Ring der Jäger zu beiden Seiten Eriks. Alle drei haben die Jagdspeere gesenkt, bereit, sie jeden Augenblick einem Keiler oder einer Sau in die Rippen zu stoßen.

Da kommt ein schwarzer Schatten genau auf sie zu gerannt. Der Schnee stiebt, grunzend sucht eine junge Sau nach einem Fluchtweg, der in die Freiheit führt. Thorleif hebt seinen Jagdspeer. Jetzt ist das Wildschwein nahe genug heran, ein Stoß, und quiekend bricht das Tier in den Läufen ein, überschlägt sich noch ein paar Mal und bleibt dann direkt vor den Füßen des Jungen liegen, den Schnee blutigrot färbend.

„Großartig, Thorleif! “ ruft Ingolf dem Bruder zu, und auch der Seekönig nickt anerkennend. „Ein sauberer Stoß, Junge“, sagt er zufrieden.

An mehreren Stellen versuchen jetzt Sauen und halbwüchsige Keiler den Ring der Jäger zu durchbrechen. Einigen wenigen gelingt es, die meisten aber bleiben auf der Strecke. Auch andere Jäger, unter ihnen Vilgard und Björn, haben Jagdglück an diesem kalten Wintermorgen.

Im Dickicht vor ihnen ist die Hölle los. Das aufgeregte heisere Kläffen der Hunde mischt sich mit wütendem Grunzen und den Rufen der Knechte, die ihre Hunde zur Vorsicht mahnen. Der alte Keiler, Herr der Rotte, hat sich in eine Gruppe junger Fichten zurückgezogen. Dem ersten Hund, der ihm zu nahe kommt, schlitzt er mit seinen gewaltigen Hauern die Seite auf. Jaulend und winselnd verendet das Tier im Schnee.

Das Schicksal des Rüden macht die anderen Hunde vorsichtiger. Sie umstellen die Fichtengruppe, kläffen wütend und zeigen dem alten Keiler ihr Gebiss, aber in die Nähe seiner Hauer wagt sich keiner von ihnen.

Plötzlich bricht das mächtige Tier aus. Sein Fell ist aschgrau, seine Größe und die Ausmaße seines Gebisses weisen ihn als einen Herrn des Waldes aus.

„Ein Urtier“, flüstert Erik, als das Ungetüm auf ihn zukommt, den Schnee pflügend. „Der gehört mir!“

Der Seekönig hebt den Jagdspieß, macht Anstalten, ihn dem Keiler in die Seite zu rammen, als dieser im Angesicht des Jägers unvermittelt einen Haken schlägt und so der Reichweite des Speeres entgeht. Zwischen Erik und Thorleif bricht er durch, und der Seekönig kann nicht mehr tun, als ihm wütend den Jagdspeer nachzuschleudern. Er bringt damit dem alten Keiler eine blutende Wunde am Rücken bei, die im weißen Schnee eine leuchtend rote Spur hinterlässt.

„Ihm nach!“ ruft der Seekönig Thorleif und Ingolf zu. „Den müssen wir erlegen.“ Und er greift mit der freien linken Hand auf seine Schulter, um sich zu vergewissern, dass er auch das Hanfseil griffbereit hat, ohne das er als erfahrener Jäger niemals auszieht, wenn es darum geht, das schwarze Wild zu jagen. Die Blutspur des waidwunden Keilers ist nicht zu verfehlen. Sie führt auf die Berge zu.

„Jetzt brauchen wir die Pferde“, sagt der Seekönig. „Der Keiler kann sich noch lange durch den Schnee schleppen, der bergwärts immer höher wird.“

„Ich hole sie“, bietet Ingolf an, drückt Thorleif Speer und Bogen in die Hand und rennt los, Richtung Siedlung. Es dauert nicht lange, bis er wieder zurück ist. Freihändig und mit wehendem Haar sitzt er auf seinem frisch gezähmten Rotschimmel, links und rechts die Hengste Eriks und Thorleifs führend.

Dann machen sie sich zu dritt an die Verfolgung des flüchtigen Keilers, und die Schar der Knechte kann mit den Pferden nicht Schritt halten und folgt in einigem Abstand. Nach einiger Zeit nähern sich die Reiter einer Baumgruppe.

Erik gebietet seinen beiden Begleitern, die Pferde zu zügeln. „Ich denke, dass er dort unter den Bäumen steckt“, sagt er zu ihnen. „Auf dem Ritt hierher habe ich gesehen, dass er mehr Blut verloren hat, als ich zunächst dachte. Reite um die Baumgruppe herum, Thorleif, und sieh nach, ob drüben seine blutige Spur weiterführt! Wenn nicht, dann ist der Augenblick gekommen, wo der alte Keiler sich zu seinem letzten Kampf stellt.“ Thorleif ist bald wieder zurück.

„Da drinnen im Gebüsch steckt er“, sagt er zu Erik. „Der Schnee auf der anderen Seite ist so unberührt wie ein frisch gewaschenes Leinentuch.“

„Dann müssen wir jetzt von den Pferden herunter“, bedeutet der Seekönig seinen Söhnen. „Denn der Kampf mit einem verwundeten Keiler ist eine Sache, die ein Mann zu Fuß ausfechten muß.“

Erik, Thorleif und Ingolf springen in den Schnee und binden ihre Hengste an einem Baum fest. Dann folgen sie der blutigen Spur, die Jagdspeere im Anschlag.

„Vergesst nicht, dass ich ihn speeren will“, sagt Erik zu seinen beiden jungen Jagdgenossen, und das Jagdfieber lässt seine Augen leuchten. „Ihr greift nur ein, wenn es nötig ist!“

Wenige Augenblicke später entdecken sie den alten Keiler. Er liegt unter einer Fichte, hebt nur mühsam den schweren Kopf, seine kleinen Augen blicken tückisch.

Erik geht das Wild schräg von vorn an, Thorleif und Ingolf nähern sich dem Keiler jeder von einer Seite. Obwohl die Jäger ihm schon sehr nahe gekommen sind, rührt sich der Keiler nicht vom Fleck. Da hebt Erik den Jagdspeer, setzt zum todbringenden Wurf an. In diesem Augenblick wirft sich das mächtige Tier mit letzter Kraft herum, Schnee stiebt auf, der Speer verfehlt sein Ziel.

Das schwarze Ungetüm kommt direkt auf Thorleif zu. Der Junge hebt den Speer zum Stoß, doch ehe er ihn ausführen kann, schlägt der todwunde Keiler wieder einen Haken, greift jetzt den Seekönig an, der mit dem Messer in der Hand das wütende Tier erwartet.

„Da, Erik, nimm meinen Speer!“ ruft Ingolf und wirft dem Seekönig den Jagdspeer zu. Erik fängt ihn mit der Linken auf, springt zur Seite und rennt dem Keiler den Speer in die Flanke. Der Kampf ist entschieden; noch einige grunzende Laute, dann ist der Keiler tot.

Erik wischt sich mit dem Handrücken den Schweiß aus dem Gesicht, der sich mit blutgetränktem Schnee vermischt hat. Lärmend kommen die Knechte mit ihren kläffenden Hunden herbei, bestaunen den gewaltigen Keiler. Knut bedeutet einigen jüngeren Knechten, dem erlegten Wild die Läufe zusammenzubinden. Er selber nimmt die Axt und fällt einen armdicken Eschenstamm, den sie dem Keiler durch die gefesselten Läufe schieben. Dann hieven die stärksten Knechte die Last auf ihre Schultern und schleppen sie durch den hüfthohen Schnee der Siedlung zu, der Spur folgend, die von den Hengsten Eriks und seiner Söhne getreten worden ist.

 

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