Professor Dr. E. Christian Dagobert Schoenfeld

Gretter der Starke - Grettis Saga Ásmundarsonar

44. Kapitel:

Auf Hegranesthing.

 

schon auf der Arnarvatnsheide besessen hatte, aus Holz zusammen gezimmert, und nach nordischer Art durch einen Erdmantel, der Seitenwände wie Dach gleichmäßig einhüllte, gegen Sturm und Kälte ausreichend geschützt. Eine Öffnung im Dach führte den Rauch hinaus, und das Licht herein. Durch die geöffnete Thür drang die frische Luft, Fenster gab es nicht. Diese Hütte war zugleich Schlaf- und Feuerhaus. Da die Insel ganz holzarm war, mußte das erforderliche Bauholz vom Festlande her verschafft werden. Hier half wiederum das mütterliche Gold, und Þorvaldur auf Reykir öffnete bereitwillig seine Hand, um zu geben, und zu empfangen.

Über Reykir, dessen Leute Grettir sich stets zu Freunden hielt, empfing er auch fortlaufend Kunde aus der Welt. Freilich mußte Þorvaldur in Rücksicht auf seine Nachbarn, welche sämtlich dem Grettir feind waren, mit äußerster Vorsicht zu Werke gehn. Die Verbindung fand darum in Pausen, und stets zur Nachtzeit, statt. So trotzten die Brüder dem Winter in einem verhältnismäßig warmen und behaglichen Nest. Illuge, dem dieses ganze Leben neu und reizvoll erschien, war von munterster Laune, und unterhielt seinen Bruder auf das Beste, ihm die dunklen Stunden der langen Abende kürzend.

Das Leben hier war auch nicht ohne Hoffnung. Denn, wenn es Grettir gelang, sich auf der Drang-ey noch zwei bis drei Jahre zu halten, dann war er ja frei.

Nach Landes Gesetz und Brauch galt nämlich die Strafe der Ächtung für verbüßt, wenn der Geächtete 20 Jahre lang sich unstät und flüchtig gehalten hatte, ohne getötet zu werden.

Der Frühling zog nun in das Land ein. Der letzte Rest von Schnee auf der Drang-ey zerschmolz, das junge Gras sprießte kräftig auf, laue Winde wehten.

Vor ihrer Hütte stehend, badeten die beiden Brüder mit tiefstem Behagen ihre Brust im warmen Sonnenschein.

„Weißt du, Bruder, ich will mir einen Scherz machen,“ begann Grettir. „Der Winter war so lang, und ich bedarf der Zerstreuung!“ –

„Das wäre?“ fragte Illuge.

„In Hegranes sammeln sich jetzt die Fjordlaute zum Thing. Ich hörte es von den Knechten auf Reykir. Dort will ich hin, und mich unter sie mischen!“ –

„Und wenn sie dich erkennen?“

„Ich werde mich verkleiden!“ –

„In welcher Maske?“

„Als Bettler!“

„Dennoch ist es möglich, daß man dich erkennt!“ –

„So muß mich meine Klugheit retten!“

„Wer sich in Gefahr begiebt, verdirbt darin!“ –

„Und wer rastet, der rostet! – Laß mich! – Ich habe die Leute von Reykir verständigt. Nächste Nacht kommt ein Schiff, mich zu holen. Du und Gloem, ihr beide bleibt hier zurück. Seid wachsam, und hütet mir die Leitern, daß kein fremder Vogel uns in das Nest fliegt!“ –

Illuge war bange über das abenteuernde Vorhaben seines Bruders; allein er war zu jung, um seinen Gründen ein starkes Gewicht zu geben. Und Grettir mit seinen mehr als doppelten Lebensjahren, mit seiner Erfahrung, mit seiner Heldenkraft stand ihm gegenüber in dem Ansehen eines Vaters, für dessen Wohl man betet und zittert, den man aber gleichwohl bewundert, und dem man niemals widerspricht.

In der nächsten Nacht verließ Grettir die Insel.

Bevor in der Mitte des Juni der Alþingi für die gesamten Angelegenheiten der Insel in Þingvellir zusammentrat, hielten die dreizehn unteren Thinge, von denen wieder jeder drei Godeämter umfaßte, ihre Vorversammlungen ab, damit, was hier ungesichtet und ungeschlichtet geblieben war, noch vor die höchste Berufungsinstanz, den Alþingi, gebracht werden konnte. Diese dreizehn unteren Thinge durften nicht kürzer als vier, nicht länger als acht Tage ihre Beratungen halten.

Auf diesen Gauversammlungen ging es im Kleinen gerade so zu, wie auf dem Alþingi im Großen. Rechtssachen wurden erledigt, Geschäfte wurden abgeschlossen, und der Geselligkeit wurde gepflegt, an welcher Männer, Frauen und junges Volk in munterster Weise teilnahmen, sich für die Abgeschlossenheit der Wintermonate entschädigend.

Der Hegranesthing war in diesem Frühjahr besonders stark besucht, und es herrschte dort viel Leben, weil die jungen Leute sehr zahlreich sich eingefunden hatten.

Die ernste Vormittagsarbeit der Männer war vorüber, und man sammelte sich am Nachmittag zu Kurzweil, Spiel und Tanz. Das Wetter war herrlich, und es wurde vorgeschlagen zu ringen. Erst sollten die Schwächeren, dann die Stärkeren, endlich die Stärksten paarweise sich messen. Spielordner waren die beiden Brüder aus Breidau, sehr geübte Ringkämpfer. Und Thorbjoern aus Vidvik, mit dem Beinamen Oengul, trieb alles Volk zusammen, und sorgte dafür, daß niemand sich dem angeordneten Kampfspiel entzog.

Alles lagerte im Kreise. Die Aufgerufenen traten vor und kämpften.

Knaben, Jünglinge, Männer hatten sich bereits miteinander gemessen, und, je nachdem das Los fiel, Beifall oder Spott geerntet. Nur die Stärksten waren noch übrig. Unter diesen galten als unbezwinglich die beiden Brüder aus Breidau. Die Bauern verhandelten mit einander, wer von ihnen sich diesen Riesen stellen sollte, aber keiner wollte sich das zutrauen.

Die beiden starken Männer schritten nun die Reihen der Sitzenden entlang, und forderten nach einander jeden auf, mit ihnen zu kämpfen, aber alle schüttelten den Kopf.

Man war nun in großer Verlegenheit.

Thorbjoern Oengul sah sich forschend im Kreise um. Da erblickte er einen Mann in Bettlerkleidung, gleich den anderen auf der Erde sitzend, aber von auffallend breiter Brust und starken Schultern, so daß man ihm schon etwas zutrauen konnte. Sein Gesicht war unbekannt.

Thorbjoern trat auf diesen zu, und forderte ihn auf, am Ringkampfe teilzunehmen. Der Fremde antwortete nichts. Da griff ihm Thorbjoern unter die Arme, und versuchte den Sitzenden in die Höhe zu recken. Vergebens! Er vermochte nicht um eines Zolles Breite den wuchtigen Gesellen von der Stelle zu rühren. Da rief Thorbjoern Oengul erstaunt:

„Keiner von allen, welche ich heute angefaßt habe, war so gewichtig, wie du! – Wer bist du, Kamerad?“ –

Der Fremde antwortete: „Ich heiße Gast.“

„Du bist hier ein willkommener Gast, wenn du zu unserer Unterhaltung beitragen willst,“ sagte Thorbjoern.

„Ich kenne keinen von euch,“ sagte Gast, „und keiner von euch kennt mich; daher wäre es unklug von mir, in eure Spiele sich zu mischen!“ –

Andere Leute traten nun auch auf den Fremden zu, und sprachen lebhaft auf ihn ein: „Wir würden dir danken, wenn du, obschon ein Fremder, uns hier unterhalten wolltest!“ –

„Und worin soll diese Unterhaltung bestehen?“ fragte Gast.

„Du sollst mit einem der beiden Brüder aus Breidau im Ringkampf dich messen,“ riefen alle durcheinader.

„Es gab eine Zeit, wo das Ringen mir Spaß machte,“ erwiderte der Fremde, „aber es ist lange her, daß ich es übte.“

„Versuch es nur!“ munterten sie alle ihn auf.

„Nun gut,“ sagte Gast, „wenn ihr es so sehr wünschet, mich im Ringkampf überwunden zu sehen, mag es ja sein!“ –

Jetzt stand der Fremde, welchen Thorbjoern nicht um eines Zolles Breite von der Stelle hatte rücken können, von seinem Platze auf.

Wie erstaunten da alle als er aufrecht vor ihnen stand in der ganzen Breite seiner Glieder.

Ein neugieriger Kreis, der immer größer wurde, schloß sich um den Fremden.

„Aber eine Bedingung stelle ich,“ sagte Gast, „daß man mir hier auf dem Thing, und dann, bis ich nach Hause zurückgekehrt sein werde, allen Frieden und volle Sicherheit verbürgt und zusichert!“ –

Dazu waren sie sämtlich bereit.

Ein Mann, Namens Hafr, riet vor allen dazu.

Dieser Hafr war ein Sohn des Thorarin, ein Enkel des Þórður-Knapp, welcher bei der Besiedelung von Island alles Land zwischen Stifla und Fljot in Besitz nahm. Er wohnte jetzt auf Knappstaetten, und galt als ein sehr gewandter Redner.

Hafr trat in den Kreis vor, formulierte aus dem Stegreif den Friedensvertrag, und sagte mit lauter Stimme seinen Entwurf her, wie hier folgt:

„Hierdurch verbürge ich,“ sprach er, „einem jeden Frieden und Sicherheit besonders aber dem Fremden, dessen Name Gast ist, und der hier in unserer Mitte sitzt. Hierin sind beschlossen alle Hauptleute und biederen Bauern, alle waffenfähige Jünglinge, das ganze Hardevolk zu Hegranesthing und endlich jedermann, benannt oder unbenannt, wo er auch hergekommen sei. Wir alle verbürgen diesem Fremden, der sich Gast nennt, Sicherheit und Frieden während der Zeit, wo er an unserer Belustigung teilnimmt, und mit uns ringt, oder hier verweilt, so wie auch auf seiner Heimfahrt. Er möge zu Lande, oder zu Wasser reisen; er möge reiten, fahren oder segeln; überall soll er sicher sein, und diese Friedenszusicherung ihm gehalten werden.

„Ich verbürge ihm Frieden in unserem Namen, im Namen unserer Verwandten und Freunde. Sie mögen Weiber oder Männer, männliche, oder weibliche Leibeigene, freie oder unfreie Männer sein. Derjenige, welcher den Frieden und die Sicherheit bricht, ist ein Bösewicht. Er soll von Gott und guten Menschen, von dem Himmelreich, von allen Heiligen weggejagt werden. Nirgends soll er unter den Leuten geduldet werden. Er soll weggejagt werden von den Orten, wo die Leute Wölfe jagen; wo die Christen zur Kirche gehen; wo die Heiden in ihren Tempeln opfern; wo das Feuer brennt, das Gras wächst, das Kind seine Mutter ruft; wo Kinder geboren werden; wo die Leute Feuer anzünden; wo ein Schiff hingleitet; wo Schilde glänzen, die Sonne scheint, der Schnee fällt, ein Finne auf Schlittschuhen dahinfährt, die Fichte wächst; wo der Falke die langen Lenztage, mit dem Winde gerade unter seinen beiden Flügeln, fliegt; wo das Ende des Himmels ist; wo die Welt bebaut ist; wo der Sturm die Ströme auf das Meer zutreibt; wo die Leute Getreide säen! Derselbe werde von Kirchen und von dem Christvolke, von Heiden, von Haus und von Höhlen, von jedem Aufenthaltsorte, die Hölle ausgenommen, ausgeschlossen! Wir sollen in Gesinnung und Gespräch einträchtig sein, wir mögen uns im Gebirge, oder an der Küste, auf einem Schiffe, oder auf Schneeschuhen, auf einem Feldwege, oder auf Joekulln, auf dem Meere, oder zu Pferde uns befinden! Wir wollen ebenso einträchtig sein, wie Vater und Sohn, oder Sohn und Vater in allen Verhältnissen. Hierauf geben wir einander die Hand. Wir wollen den Frieden, und alles, was hier gesagt ist, halten. Wir rufen Gott und gute Männer an, und alle diejenigen, welche meine Worte gehört haben, und auch diejenigen, welche sich möglicherweise in der Nähe befanden, wir rufen sie alle an – als Zeugen!“ –

Als Hafr geendigt hatte, riefen einzelne Stimmen: „Das sind viel der Worte, und viel ist damit gesagt!“ –

Gast aber sprach: „Du hast gut geredet!“ –

Sie reichten sich die Hände, und der Vertrag war auf diese Weise geschlossen.

„Möchte nur nicht ein Knoten in das Garn kommen!“ setzte Gast hinzu. „Doch jetzt werde ich nicht säumen, euch, ihr Leute, hier nach Kräften zu unterhalten!“ –

Mit diesen Worten warf er den Friesmantel ab, dazu das Wams, lüftete den Hemdkragen, so daß die breite, hochgewölbte Brust sichtbar wurde, und streifte die Hemdärmel über die muskulösen Arme in die Höhe. Sein kraftvoller Bau trat nun voll hervor.

Alle sahen ganz erstaunt auf ihn, dann wechselten sie fragende Blicke unter einander.

In diesem Augenblick wurde aus der Menge eine Stimme laut, welche rief: „Das ist ja Grettir, der Starke, Ásmundur’s Sohn aus Bjarg!“ –

Nun sprangen sie sämtlich auf, und, wie im Chor, wurde das Wort wiederholt: „Das ist ja Grettir, der Starke, Ásmundur’s Sohn aus Bjarg!“ – Es entstand ein unbeschreiblicher Tumult.

Die Bauern traten entrüstet in Gruppen zusammen, und fingen an sich zu beraten.

Einer schalt den andern, daß sie durch jenen Vertrag die Hände sich selbst gebunden hätten, diesem Räuber von der Drang-ey kräftig hier zu Leibe zu gehen.

Hafr, der erst das große Wort geführt hatte, wurde nun ganz kleinlaut, und von allen am meisten gescholten.

Grettir stand da mitten in diesem Tumult wie ein Fels, die Fäuste in seine Hüften gestemmt, und sagte gelassen:

„Laßt mich nun bald wissen, ihr Leute, was ihr beschlossen habt, denn ich will nicht lange halb nackt hier warten. Ich versichere euch aber, es würde euch schlecht bekommen, wenn ihr mir nicht halten wolltet, was wir mit einander ausgemacht haben!“ –

Grettir bekam darauf nur unbestimmte Antworten.

Die Häuptlinge sonderten sich ab, setzten sich, und begannen ein förmliches Thing.

Einige von ihnen wollten das gegebene Wort halten, andere wieder nicht.

Auf Grettir trat zu Tungu-Steinn aus Steinsstaðir, und sagte ihm:

„Was, meinst du, werden die Häuptlinge beschließen? – Du bist ja ein wegen deiner Tapferkeit hochberühmter Mann. Aber sie sind noch unschlüssig, und stecken die Köpfe zusammen!“ –

Grettir antwortete: „Ja, ich sehe es wohl, es steckt dort Nase bei Nase, und Bart reibt sich an Bart! – Das gegebene Wort verdrießt sie. Sie fühlen sich arg zum Besten gehalten. Ihre Einigkeit ist hin. Und der Redefluß des Hafr hat ein Ende!“ –

Da erhob sich in der Häuptlingsversammlung Hjalti, der Sohn des Þórður, der Einflußreichste unter ihnen, und sprach:

„Das soll nun und nimmermehr hier geschehen, daß wir unser gegebenes Wort dem Grettir brechen. Dumm haben wir uns ja benommen. Das steht fest. Aber wir wollen zu dem ersten Fehler nicht den zweiten begehen, und das üble Beispiel geben, einen Frieden zu brechen, den wir feierlich verbürgt haben. Laßt den Grettir unbehelligt ziehen, wohin er will. Und laßt ihn Sicherheit genießen, bis er von dieser Reise heimgekehrt sein wird. Dann sind wir unseres Versprechens ledig, und später mag geschehen, was da will! – Darüber hinaus sind wir nicht mehr gebunden!“ –

Alle dankten ihm für sein männliches Wort, und fanden, er habe wie ein Häuptling gesprochen. Auch Thorbjoern Oengul, sein Bruder, der sonst stets zum Streite trieb, schwieg und bezähmte sich.

Nun schloß sich wieder friedlich der Kreis, und man kehrte zum Kampfspiel zurück.

Hielten die Bauern ihr gegebenes Wort, so hielt auch Grettir das seinige, und war zum Ringkampf bereit.

Es wurde beschlossen, daß zunächst einer der beiden Brüder aus Breidau, man hielt sie für gleich stark, mit Grettir ringen sollte.

Der dazu Bestimmte trat vor.

Grettir stand da, breit und wuchtig, die Arme verschränkt, den Kopf leicht geneigt, den rechten Fuß vorgesetzt.

So maß er seinen Gegner mit lauerndem Blick.

Dieser rannte gegen Grettir an, konnte aber in keiner Weise ihn von der Stelle rücken.

Grettir packte nun mit der rechten Hand den Gegner von hinten, griff ihm in den Hosengurt, hob ihn in die Höhe, und warf ihn rücklings über seinen Kopf hinter sich, so daß Þórður hart auf den Erdboden aufschlug.

Betroffen schwiegen alle still. Das hatten sie nicht erwartet; doch keine Hand löste sich zum Beifall für den Fremden.

Auch Grettir schwieg, schlug die Arme fest in einander, und erwartete so den zweiten Gegner.

Es wurde nun beschlossen, daß beide Brüder aus Breidau vereint den Grettir angreifen sollten.

Das wurde ein harter Kampf, und der Sieg neigte sich bald auf die eine, bald auf die andere Seite; immer aber hatte Grettir den einen der Beiden unter sich. Ihre Körper wurden ganz blau und blutrünstig von den eisernen Griffen des Gegners.

Dieses Schauspiel ergötzte die Leute auf’s Höchste.

Als die Kämpfer aufhörten, dankte man ihnen.

Die Anwesenden waren darin einig, daß beide Brüder aus Breidau zusammengenommen nicht stärker seien, als der eine Grettir, und doch besaß jeder von ihnen die Stärke von zwei sehr starken Männern.

Also konnte man Grettir schätzen als im Besitz einer Kraft von vier starken Männern zusammengenommen.

Grettir zog nun seine Kleider wieder an, und mischte sich unter die Bauern, welche ihm freundlich begegneten.

Man suchte ihn zu überreden, freiwillig die Drang-ey zu verlassen, allein davon wollte Grettir nichts wissen, das schlug er rundweg ab. „Ich weiche nur der Gewalt!“ sagte er.

Lange blieb Grettir nicht mehr auf dem Thing, sondern trat den Rückweg nach seiner Insel an unbehelligt von den Thingmännern, wie sie ihr Wort ihm gegeben hatten.

Illuge freute sich herzlich, den Bruder heil und gesund wieder zurück zu haben, und ließ sich von seinen Erlebnissen erzählen.

So schwand den Brüdern der Sommer schnell dahin.

Die Kunde von dem kühnen Auftreten des Grettir auf dem Hegranesthing verbreitete sich schnell auch über die Grenzen der Harde, und wurde lebhaft besprochen. Man lobte auch die Biederkeit der Skagafjordleute, weil sie ihr gegebenes Wort treu gehalten hatten, trotzdem Grettir ihr Feind war, und so viel Unbill ihnen zugefügt hatte.

 

Quellen:
Text:
Professor Dr. E. Christian Dagobert Schoenfeld: Gretter der Starke - Grettis saga Ásmundarsonar, Einer alten Isländischen Urkunde nacherzählt (1896).

 

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