Professor Dr. E. Christian Dagobert Schoenfeld

An nordischen Königshöfen zur Víkingerzeit

Aus der Regierungszeit von König Haraldr Sigurðarson harðráði, 1047—1066:
Von Oddr, dem Sohne des Ófeigr.

 

 

Oddr, Ófeigs Sohn und Enkel des Skiði, segelte eines Sommers aus von Island und ward nordwärts verschlagen nach Finnmarken, wo er auch überwinterte. Es geschah das in jenen Tagen, als König HaraldrHaraldr Sigurðarson, von 1047—1066. über Norwegen herrschte. Mit Frühlingsanbruch machten sie sich wieder auf und fuhren südwärts. Auf dieser Fahrt sprach Oddr zu seinen Schiffsgesellen: „Unsere Reise ist nicht ohne Gefahr; denn längs dieser Küste ist es jedermann verboten, Handel zu treiben, es sei denn mit des Königs Erlaubnis, oder seines Statthalters. Der hat die Pflicht, den Finnenzins einzufordern, und übt aus das Visitationsrecht. Solches Amtes waltet zurzeit ein Mann, der als gewalttätig bekannt ist, nämlich der Einar Fluga. Ich will nun wissen, wieviel ihr von den Finnen erhandelt habt?"

Aber die Matrosen leugneten, verbotene Waren bei sich zu führen. Weiter südwärts kommend, passieren sie die Insel ThjóttaAuf dieser Insel, unter dem 66. Breitengrade gelegen, hatte Binar, der wegen seiner unnachsichtigen Strenge so gefürchtete, damalige Statthalter von Hálogaland, seinen Hof.. Da bemerken sie ein Langschiff, welches von der Insel abstoßend, in schneller Fahrt auf sie zusteuert. — Es war Einar.

Kaum ist jener Vorgang bemerkt, so wendet sich Oddr an seine Leute, drängt sie, auf eine Visitation sich gefaßt zu machen und wohl zu hüten, daß Waren, zum Finnenzins gehörend, bei ihnen etwa vorgefunden würden.

„Und habt ihr, ich bin dessen nur zu gewiß, Schmuggelhandel mit den Finnen getrieben, so laßt uns nun diese verbotenen Dinge beiseite schaffen, alle an einen Ort, für den Fall, daß das Schiff untersucht wird."

Nun rücken die Leute mit der Wahrheit heraus, indem sich Odds Vermutung bestätigte. Jeder von ihnen zieht hervor, was er erhandelt hatte, und man versteckt diese Waren an den Ort, welchen Oddr als den passendsten vorschlug.

Kaum ist die Arbeit geschehen, so ist auch schon Einar zur Stelle. Einars Langschiff hält sich, Bord an Bord, mit dem Kauffahrer. Ein günstiger Wind, schwellend die Segel, wächst aber mit jedem AugenblickeDie folgende Szene ist so zu denken, daß beide Schiffe, während die Männer miteinander verhandeln, nebeneinander herlaufend, auf ununterbrochener Fahrt sich befinden..

Oddr tauscht mit Einar seinen Gruß aus; denn sie kannten sich aus früherer Zeit.

Darauf ergreift Einar das Wort und spricht: „Es ist allbekannt, daß du, Oddr, ein Ehrenmann bist. Aber ihr seid den Winter über bei den Finnen gewesen, und vielleicht haben deine Leute nicht deine Enthaltsamkeit geteilt, sondern mit den Finnen Durchsteckerei getrieben. Kraft meiner Vollmacht, die ich vom Könige habe, will ich jetzt euer Schiff durchsuchenUnter den aus Finnmarken eingeführten Waren befanden sich einige, deren Eingangszoll zu den persönlichen Einnahmen des Königs von Norwegen gehörte. Welche Art von Waren dieses Regal ausmachte, läßt sich nicht mehr mit Sicherheit feststellen. Vermutlich waren es kostbare Felle.."

„Die Musterung der Schiffsladung steht dir frei!« erwiderte Oddr.

Die Matrosen schlossen nun ihre Kisten auf. — Einar und seine Leute stiegen an Bord des Kaufmanns-schiffes, und begannen die Untersuchung; fanden indessen nichts von den steuerpflichtigen Finnenwaren.

Da sprach Einar: „Diese Leute haben sich klüger benommen, als ich dachte. Ich halte es jetzt kaum für nötig, die Warenballen noch aufschnüren zu lassen. Der Wind nimmt an Stärke beständig zu und es möchte bessersein, wieder auf mein Fahrzeug zurückzusteigen!"

Da ruft ein Matrose, der oben auf einem Bündel sitzt: „Prüfe zuvor noch diesen meinen Sack auf seinen Inhalt." Er greift zu, schnürt auf, und Einar wartet. Ein langer Riemen ist um das Collo gewunden und schwer aufzuknüpfen. Lange arbeitet der Mann.

„Beeile das Aufschnüren", befiehlt Einar.

„Das soll geschehen!" antwortet der Bursche, und zieht nun heraus einen zweiten Sack. Auch um diesen sind viele Riemen gewunden. Daran nestelt er herum. Und dieses geht sehr langsam.

Da ruft Einar: „Spät wirst du mit deiner Arbeit fertig!"

Dennoch wartet er. Es könnte sich ja etwas in des Burschen Sack vorfinden, was ihn straffällig machte. Nun schält sich heraus noch ein drittes Paket. Und als der Mann dieses aufgeschnürt hat, da findet sich darin nichts weiter, als alte Lumpen und anderer wertloser Kram.

„Du elendes Subjekt!" bricht Einar los, „hast du mich da aufgehalten und gefoppt! — Dabei ist meine Insel fast außer Sicht!" — Einar stieg nun rasch hinüber auf sein Schiff, denn der Wind schwoll an zum Sturme, und es war kaum möglich, längs Bord des Handelsschiffes länger den Kurs zu halten.

So trennte man sich; doch Einar nicht ohne Mißtrauen. Da sprach Oddr: „Den Angriffen dieses Einar Fluga sind wir glücklich entschlüpft; aber nun kommt alles darauf an, daß wir nicht auf den König stoßen!"

Einar indessen sendet sofort Botschaft an den König mit dem Berichte über das hier Vorgefallene.

Inzwischen kommen unsere Leute mehr südlich, hin nach MjólaMjóla, heute Melö, Insel, gehörend zu Hálogaland.. König Haraldr ist dort anwesend. — Das einlaufende Kaufmannsschiff wird von seinen Leuten bemerkt. Und der König, bereits im Besitze von Einars Botschaft, ruft bei dem Anblick dieses Fahrzeuges: „Das fügt sich gut. Odds Schiff muß das sein. Und ich bin sehr zufrieden, daß wir beide hier uns treffen. Denn selten hat Einar sich so nasführen lassen, als von Oddr und seinen Leuten." — Der König zeigte sich sehr ungehalten darüber.

Oddr geht an der Insel vor Anker. Und der König, nebst Gefolge, bricht, mit Hintansetzung der üblichen Sitte, als der erste auf, um Oddr zu besuchen, der ihn ehrerbietig empfängt.

Der Fürst erwidert diesen Gruß nur knapp, und äußert dann ziemlich aufgebracht, daß Oddr sich rechtswidrig gegen ihn benehme. Immer habe er, der König, sich huldvoll gegen Oddr bewiesen, dafür sei er nun hingefahren und habe Tauschhandel mit den Finnen getrieben, ohne des Königs Erlaubnis.

Darauf erwidert Oddr: „Es geschah ganz wider meinen Willen, daß wir nicht südlich, sondern oben in Finnmarken landeten; aber das hatte ich in meiner Macht zu befehlen, daß keine Kaufgeschäfte dort betrieben wurden, gemäß deinem Gesetz!"

Worauf der König:

„Meiner Meinung nach seid ihr schuldig, und zwar schuldig aufgeknüpft und gehängt zu werden, an den höchsten Baum. Möglich, daß du persönlich dich nicht vergingst; aber das sehe ich ganz bestimmt deinen Leuten an, daß sie es sich nicht verkniffen haben, dergleichen unerlaubte Geschäfte zu betreiben. Ich werde euch einer strengen Untersuchung unterwerfen!"

„Herr, das steht in Eurer Macht!" erwidert Oddr. — Diese Durchsuchung fand nun statt, blieb aber ohne Resultat.

In des Königs Gefolge hatte sich bei dieser Zwiesprach befunden der junge Thorsteinn, verwandt mit Thórir hundrDieser Thórir Thörisson hundr (der Hund) ist eine sehr bekannte Persönlichkeit in der Geschichte Norwegens. Er tötete den König Oláfr helgi in der Schlacht bei Stiklastaðir, 1030, den 20. Juli.; ein Recke, der zu den edelsten Hoffnungen berechtigte. Dieser war dem Oddr eng befreundet.

Thorsteinn bleibt noch auf dem Schiffe zurück, nachdem der König und sein Gefolge bereits gegangen waren. Er zieht den Oddr beiseite zu heimlicher Zwie-sprach.

„Ob sie sich schuldig fühlten jener Anklage? — Äußerst zornig sei der König; und sicherlich würde noch einmal scharf nachgesucht werden!"

Darauf antwortet Oddr: „Nein, bei uns ist nicht alles sauber. Ich gestehe das ein! — Zuerst haben meine Leute, trotz meines Verbots, eigenmächtig Handel betrieben; dann aber stand ich ihnen bei mit meinem Ratschlage, um die Dinge zu verstecken."

„Wo befindet sich jetzt das Gut?" fragte Thorsteinn. — „Alles ist versteckt in einen Ledersack!"

„Der König wird noch einmal herkommen und nachforschen. Nimm nun eben jenen Ledersack und laß den Herrscher darauf sitzen, indem du einen Hochsitz darüber wölbst. Sicherlich wird er kaum darauf verfallen, daß unter ihm selber das gesuchte Gut liegt! — Und doch ist das alles mit ziemlicher Gefahr verknüpft."

Thorsteinn verabschiedet sich, Oddr aber tut nach seinem Rat.

Ein wenig später erscheint der König wieder, und nimmt Platz auf dem ihm bereiteten Hochsitze. Seine Leute suchen nach dem verbotenen Gute. Nicht bloß die Kisten, sondern, wo immer nur man die Schmuggelwaren vermuten konnte; alles wird erbrochen. Indessen, nichts findet sich.

Hierauf erklärt der König: „Das begreife ich nicht. Ganz ohne Zweifel, das Gut, welches wir suchen, ist hier auf dem Schiffe!"

„Herr! ein altes Sprichwort sagt", erwidert darauf Oddr, „Oft irrt, wer suchen geht!"

Der König und sein Gefolge verlassen nun das Fahrzeug. Thorsteinn allein verzieht, und bleibt noch auf dem Schiffe zurück, um Oddr zu warnen. „Lange wird diese List dir nicht helfen! — Bald mag der König dahinter kommen; denn sicher gibt er das Nachforschen noch nicht auf; macht euch darauf gefaßt! — Packt jetzt eure Konterbande in das Segel, bringt das Segel hoch und rollt es spiralförmig um den Mast! Alles wird man aufbrechen auf dem Schiffe, Kisten und Kasten, und was immer!" —!

Oddr und seine Leute folgten dem Rate des Thorsteinn. Dieser geht, und als er zum Gefolge des Königs stößt, fragt der Fürst: „Aus welchem Grunde bliebst du zurück?"

„Herr! Notgedrungen blieb ich zurück! — Ich hatte an meiner Strumpfhose zu nesteln!" — Der König würdigte ihn keiner Antwort, als Zeichen seines Unwillens.

Kurze Zeit verstreicht. Dann begibt sich Haraldr noch einmal auf das Schiff des Oddr. — „Sehr wahrscheinlich hattet ihr das steuerpflichtige Finnengut unter meinem Stuhle versteckt. Zuerst wollen wir es nun dort suchen, dann aber in allen Winkeln des Schiffsraumes! — Und je größer unsere Mühe darob, desto härter eure Züchtigung dafür! — Seid dessen gewiß!" — Und nun suchte man, wo immer nur die Spürnase hinzeigt; doch ohne jeden Erfolg!

Der König geht ans Land. Thorsteinn aber, indem er sich den Anschein gibt, als wolle er noch weitersuchen, bleibt zurück; doch lediglich, um mit Oddr zu sprechen.

„Nicht lange wird es dauern und das Versteck ist bekannt! — Nun bleibt nichts anderes übrig, als die Sachen von Bord zu schaffen. Bringt sie fort und zwar um die Landspitze herum auf die andere Seite der Insel an einen abgelegenen Ort. Ich begebe mich jetzt nach Hause, auf einem andern Wege, als der König; er darf es durchaus nicht wissen, daß ich mich hier noch verweilt habe. Aber am nächstfolgenden Abend, wenn das Tageslicht verglommen ist, dann windet den Anker hoch, und alle deine Seemannskunst nimm zusammen, Oddr! — Denn, bleibst du hier, wird euch der Fürst so hart bedrängen, daß keiner von euch entkommt. Klug ist er im höchsten Grade und zäh festhaltend an dem, was er sich vorgenommen hatIn dieser Charakterisierung flndet wohl der historische Beiname Haralds, „hardrádi", seine zutreffendste Erklärung.!"

Oddr erwidert dem Thorsteinn: „Ganz unschätzbar ist mir deine Hilfe, und schwer zu lohnen!" — Dann trennten sie sich, und Thorsteinn begab sich nach Hause.

Oddr aber und seine Leute taten, wie ihnen anempfohlen. Über Nacht schafften sie die Konterbande fort. Gleich am nächstfolgenden Morgen kommt der König wieder und läßt dieses Mal in dem Segel nachsuchen. Nichts findet sich darin. So entdeckte der Fürst stets zu spät der Leute Versteck!

Oddr ergriff das Wort: „Herr, nun mußt du uns nicht länger beargwöhnen, denn jeder Kleiderfetzen auf unserem Schiffe ist ja durchwühlt!"

Der König erwidert: „Die Wahrheit ist nicht bei deinen Worten! — Niemand hat mir bisher in solcher Weise mitgespielt!"

Aus der Umgebung des Königs fand keiner den Mut, dem Fürsten zuzusprechen, weil er gar zu zornig war.

Der Tag neigte sich und es wird Nacht. — Da bringen Odds Leute die Konterbande wiederum auf ihr Schiff und rüsten die Abfahrt. Nach Mitternacht geht auf ein guter Fahrwind, der sie rasch, vom Lande ab, in die See führt.

Früh erwacht der König und spricht: „Heute hoffe ich sicherlich hinter alle ihre Schliche zu kommen. Mehrere müssen hier die Hand im Spiele haben; sie stehen nicht allein! — Ich bin gewiß, heute auf dem Schiffe das zu finden, was wir suchen. Doch, nicht konnte ich jene Leute zum Tode verurteilen, solange es nur bei dem Verdachte blieb! Darum laßt uns aufbrechen, um von neuem nachzusuchen!"

Der König verläßt sein ZeltlagerDer König hatte hier Station gemacht auf einer Reise, und führte, auf dem dünn bevölkerten Lande, Reisezelte mit sich. und hält Umschau; siehe, da sind Oddr und seine Leute bereits unter Segel, weit draußen, an der Spitze der Insel.

„Für dieses Mal ist dieser Oddr mir entschlüpft", sagte der König; „aber, Thorsteinn, du bist es, du verstehst deinen Freunden gut durchzuhelfen. Du hängst deine Ehre mehr an diesen Oddr, als an mich. Doch vielleicht ist in deinem Geschlechte der Verrat erblichEs ist dieses eine Anspielung auf Thórir hundr, der mit König Knútr von Dänemark gegen Oláfr helgi konspirierte, an die Spitze des, von der dänischen Partei gesammelten, Heeres unzufriedener norwegischer Aristokraten sich stellte, und in der Schlacht bei Stilclastaðir (1030) Oláf die tödliche Wunde versetzte.!"

Worauf Thorsteinn: „Herr, das ist keine Verräterei, zu verhüten, daß du tötest jenen Oddr, der doch dein guter Freund war, samt allen seinen Leuten, lediglich um eines Verdachtes willen! — Mir scheint, es heißt Treue üben gegen dich, an solcher Untat dich verhindern!"

Oddr und seine Leute gewannen nun das offene Meer und behielten guten Fahrwind.

Da wandte sich Oddr an seine Schiffsgesellen mit folgendem Worte: „Nun will ich zu euch reden über das Vergangene, und welch einen Grund ich hatte für meine Handlungsweise. Ich befahl euch, bei den Finnen nichts anderes einzuhandeln, als was gesetzlich erlaubt ist. Doch ihr seid meinem Befehle nicht gefolgt. So stand die Sache, als wir dem Einar begegneten. Aus diesem Grunde empfahl ich euch, jenem Manne alle Ehre zu erweisen, oder doch mit weitschweifigen Worten ihn aufzuhalten, sowie jene Verknotung der Riemen! Denn ich wußte, ihr wäret schuldig. Aus demselben Grunde ordnete ich es an, daß wir weiter segelten, während Einar auf unserem Schiffe sich aufhielt, damit er gezwungen würde, die Untersuchung abzukürzen. — Und sobald dann dem Könige gemeldet ward, ein Schiff sei in Sicht, da fragte er sogleich, ob das unser Schiff sei? — Mein Freund Thorsteinn aber antwortete: ,Fischersleute sind es!' — ,Nein, guter Fang ist es!' sagte der König. ,Das weiß jeder, der dich kennt! Und dieser Fang soll hinein, in mein Netz!' — Aber nun ist es doch so gekommen, daß wir unseren Fang behalten haben, und sind entschlüpft! — Das ist aber lediglich zumeist Thorsteins Verdienst!"

Oddr kam nach Island und begab sich auf seinen Hof. Ein Kaufmann, namens Hárekr, dem Thorsteinn verwandt, landete, auf seiner Fahrt, im Miðfjördr. Zur Zeit war gerade ein Mißjahr auf Island. Diesen Hárekr lud Oddr als Gast zu sich auf seinen Hof und gab ihm dann mit zur Überführung nach Norwegen eine Koppel ausgezeichneter Zuchtpferde, Rotfüchse mit weißer MähneIsland war damals berühmt durch seine Pferdezucht. als Geschenk für Thorsteinn, mit dem erklärenden Zusatze: „Er ward mir zum Lebensretter!"

Nächstfolgenden Sommer macht Hárekr die Reise nach Norwegen, und trifft dort den Thorsteinn an. Er befand sich noch immer in dem Gefolge des Königes. Die Pferde wurden ihm als ein Geschenk des Oddr überreicht.

„Das ist mir doch äußerst peinlich!" — sagte Thorsteinn. „Schon begann Gras über jene alte Geschichte zu wachsen; jetzt aber hilft kein Verschleiern mehr, und guter Rat wird teuer!"

Thorsteinn entschließt sich kurz und führt die Rosse dem Könige vor, mit der Angabe, Oddr habe sie als ein Geschenk für den Fürsten bestimmt.

Worauf der König: „Nein! Das ist nicht so! — Ich war in Odds Augen nicht der Würdige! — Dir ist diese Sendung zugedacht, nicht mir! Behalte sie!" — Zugleich aber erteilte er an seine Umgebung den Befehl, den Thorsteinn niederzuhauen.

Doch keiner der Kavaliere hob die Hand zur Vollstreckung. — So wurde Ausstoßung aus des Königs Gefolge und der Verlust der königlichen Gnade Thorsteins Los.

 

Quellen:
Professor Dr. E. Christian Dagobert, An nordischen Königshöfen zur Vikingerzeit
Erschienen 1910 im Karl J. Trübner Verlag

 

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