Adam von Bremen

Hamburgische Kirchengeschichte
(Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum)

Viertes Buch - Beschreibung der Inseln des Nordens, Kap. 29 - 42.
(Descriptio insularum aquilonis, Capitula XXIX- XLII.)

 

Hiermit beginn' ich, beliebt's, die Fortsezung des vierten Buches, die Kap. 29 - 42.

 

Die Inseln im Ozean

Die Inseln im Ozean

29. Adalward also, der glühend vor Eifer das Evangelium zu verkündigen Schweden betrat, brachte alle, die in Sictona und in der Umgegend waren, [SCH. 138.] in kurzer Zeit zum christlichen Glauben. Auch verband er sich insgeheim mit dem Bischof von Sconien, dem sehr frommen Egino, dahin, daß sie zusammen jenen Tempel der Heiden besuchen wollten, der Ubsola heißt, ob sie etwa Christo eine Frucht ihrer Arbeit daselbst darbringen könnten; denn gerne wollten sie Qualen aller Art erdulden, wenn sie nur jenes Haus zerstören könnten, welches der Hauptsitz des Aberglaubens der Barbaren ist. Denn wenn dies niedergerissen oder besser abgebrannt wäre, so würde, meinten sie, die Bekehrung des ganzen Volkes erfolgen. Als indeß der sehr fromme König Steinkel von dieser Absicht der Bekenner Gottes unter dem Volke murmeln hörte, brachte er sie schlau von diesem Unternehmen ab, indem er versicherte, sowohl sie selbst würden sofort zum Tode verdammt, als auch er aus dem Reiche vertrieben werden, weil er solche Frevler in das Vaterland eingeführt hätte, und vielleicht würden dann auch, wie man das unlängst in Sclavanien erlebt habe, alle die, die jetzt noch gläubig wären, ins Heidenthum zurückfallen. Die Bischöfe nun pflichteten diesen Vorstellungen des Königs bei, durchreisten aber alle Städte der Gothen und zerbrachen die Götzenbilder und gewannen viele Tausende von Heiden dem Christenthume.

 

Als späterhin Adalward bei uns gestorben war, ernannte der Erzbischof an seine Stelle einen gewissen Tadico von Rambsola, der aus Liebe zu seinem Bauche lieber daheim ein Hungerleider, als draußen ein Apostel sein wollte.

Das mag von Schweden und von den gottesdienstlichen Gebräuchen desselben zu sagen genügen.

 

30. Nordmannien wird, wie es das äußerste Land der Welt ist, so auch passend von mir an das Ende meines Buches gestellt. [SCH. 139.] Dasselbe wird von den Neueren Norguegien genannt. Von der Lage und Größe desselben ist, da ich vorher Einiges darüber in gemeinsamer Beziehung auch auf Schweden gesagt habe, nunmehr insbesondere das zu sagen, daß dieses Land der Länge nach sich in die äußerste Nordgegend erstreckt, woher es auch den Namen hat. Es beginnt aber mit den hervorragenden Klippen jenes Meeres, welches das baltische genannt zu werden pflegt; dann biegt es den Rücken zurück nach Norden, und erreicht, nachdem es den Küstenrand des tobenden Oceans umsäumt hat, endlich in den riphäischen Bergen, wo auch der Erdkreis ermattet endet, seine Gränze. Nordmannien ist wegen der Rauhheit seiner Berge und wegen seiner unmäßigen Kälte das unfruchtbarste aller Länder, allein zur Viehzucht geeignet. Die Viehheerden aber weiden sie wie die Araber fernhin in den Einöden. Und in der Weise ziehen sie von ihrem Viehstande ihren Lebensunterhalt, daß sie die Milch der Thiere zur Nahrung, die Wolle derselben zur Kleidung benutzen. Und so erzielt das Land die tapfersten Krieger, welche, nicht durch den üppigen Genuß von Feldfrüchten verweichlicht, weit häufiger Andere angreifen, als sie selbst von Anderen belästigt werden. Ohne Scheelsucht wohnen sie neben den ihnen zunächst lebenden Schweden, während sie von den Dänen, die eben so arm sind, wie sie, mitunter nicht ungestraft angetastet werden. Daher schweifen sie, gezwungen durch Mangel am Notwendigen, in der ganzen Welt umher, und bringen durch Seeraub die reichsten Güter aller Länder heim, indem sie auf solche Weise der Dürftigkeit ihrer Heimath abhelfen. Nachdem sie aber in Folge ihrer Annahme des Christenthums in besseren Schulen gebildet sind, haben sie bereits gelernt, Frieden und Wahrheit zu lieben und mit ihrer Armuth sich zu begnügen, ja was sie gesammelt hatten, zu vertheilen, nicht, wie vordem, Verteiltes zu sammeln. Und während anfangs alle den verruchten Künsten der Zauberer ergeben waren, bekennen sie jetzt mit dem Apostel einfältig Christum und zwar den Gekreuzigten. Auch sind sie die enthaltsamsten aller Sterblichen, indem sie sowohl in Speisen wie in Sitten Sparsamkeit und Mäßigkeit mit dem höchsten Eifer üben. Außerdem haben sie vor Priestern und Kirchen so große Ehrfurcht, daß kaum für einen Christen gehalten wird, wer nicht täglich Messe hört und dabei etwas opfert. Taufe aber und Confirmation, Einweihungen der Altäre und Einsegnung zu den kirchlichen Graden wird bei ihnen und bei den Dänen alles teuer bezahlt, was, wie ich vermute, von der Habsucht der Priester herrührt; weil nämlich die Barbaren Zehnten zu geben entweder nicht verstehen, oder nicht geneigt sind, so werden sie darum in anderen Dingen, die umsonst dargereicht werden sollten, zu Leistungen herangezogen. Denn selbst das Besuchen der Kranken und die Bestattung der Todten, alles ist daselbst feil. [SCH. 140.] Ihre so ausgezeichnete Sittenreinheit wird, wie ich für ausgemacht halte, allein durch die Habsucht der Priester verderbt.

 

31. An vielen Orten in Nordmannien und Schweden sind die Viehhirten sogar die vornehmsten Männer, welche wie die Patriarchen und von ihrer Hände Arbeit leben. Alle aber, die in Norwegen leben, sind sehr christlich gesinnt, ausgenommen die, welche jenseits des nördlichen Striches um den Ocean herum wohnen. Diese sollen noch heutigen Tages in magischen Künsten und Beschwörungen so stark sein, daß sie erklären, sie wüßten, was jeder Mensch auf dem ganzen Erdkreise thue. Ferner ziehen sie auch mit mächtigem Gemurmel von Worten große Wallfische an das Gestade des Meeres, und vieles andere, was man von den Zauberern in der Schrift liest, ist ihnen durch Uebung leicht. In den sehr rauhen Bergen, welche daselbst sind, finden sich, wie ich gehört habe, bärtige Weiber; die Männer aber, die in den Wäldern leben, kommen einem selten zu Gesicht. Diese bedienen sich der Felle zur Kleidung und sollen, wenn sie reden, mehr mit den Zähnen gegen einander anknirschen[73], als Worte vorbringen, so daß selbst die nächsten Völker sie kaum verstehen können. Eben dieses Gebirge nennen die römischen Schriftsteller die riphäischen Berge, starrend von ewigem Schnee.[74] Die Scritefinger [SCH. 141.] können ohne Frost und Schnee nicht leben, sie überholen im Laufe durch den tiefsten Schnee hin selbst das Wild. In eben jenen Bergen ist eine solche Menge Wild, daß der größte Theil des Landes allein von den Thieren des Waldes lebt. Dort werden Ure, Büffel und Elche gefangen, wie in Schweden; sonst werden Wisente in Sclavonien und Ruzzien gefangen; Nordmannien allein aber hat schwarze Füchse und Hasen, weiße Marder und Bären von derselben Farbe, die unter dem Wasser leben wie die Ure. Da aber dort vieles dem Unseren Entgegengesetzes und Ungewohntes sich zeigt, so überlasse ich dies ausführlicher zu schildern den Bewohnern des Landes selbst.

 

32. Die Metropolis der Nordmannen ist die Stadt Trondemnis, welche jetzt, mit Kirchen geziert, von einer großen Menge Volkes häufig besucht wird. In derselben liegt der Leichnam des höchstseligen Königs und Märtyrers Olaph[75]. An seinem Grabe werden vom Herrgott bis auf den heutigen Tag die größten, wunderbarsten Heilungen verrichtet, so daß von fernen Gegenden dorthin die zusammenströmen, welche nicht die Hoffnnng aufgeben, durch das Verdienst des Heiligen Hülfe zu finden. Der Weg ist aber der Art, daß man, wenn man zu Alaburg oder Wendila in Dännemark zu Schiffe steigt, in einem Tage über’s Meer nach Wig, der Stadt der Nordmannen, gelangt[76]. Von da segelt man dann nach links zu, am Ufer Norvegiens, und kommt am fünften Tage nach der Stadt, die Trondempnis heißt. Man kann aber auch einen andern Weg einschlagen, der vom dänischen Sconien zu Lande nach Trondempnis führt; allein dieser ist, weil er durch’s Gebirge führt, langsamer und wird, weil er voll Gefahr ist, von den Wanderern gemieden.

 

33. Nach Nordmannien kam zuerst [SCH. 142.] von England her ein gewisser Johannes als Bischof[77], der den bekehrten König[78] samt dem Volke taufte. Auf diesen folgte Bischof Grimkil, welcher damals der Gesandte des Königs Olaph an den Erzbischof Unwan war. Als dritter kam jener Sigafrid[79] [der Oheim des Aesmund[80]], der so den Schweden, wie den Nordmannen auf gleiche Weise predigte. Und dieser lebte bis in unsere Zeit nebst anderen eben so wenig unbekannten Bischöfen unter jenem Volke. Nach deren Abscheiden bestellte auf Anhalten der nordmännischen Gemeinden unser Metropolit den Thoolf zum Bischof in der Stadt Trondemnis und den Sigvard für dieselben Lande. Den Asgoth aber und den Bernard[81] entließ er, obwohl er es mit Unwillen aufgenommen hatte, daß sie vom Papste geweiht waren, dennoch, nachdem er von ihnen gehörige Genugthuung empfangen hatte, mit Geschenken. Durch sie gewinnt aber noch heutzutage das Wort Gottes viele Seelen, so daß in allen Gauen Norwegens die heilige Mutter Kirche in fröhlichem Wachsthume blüht. Unter den Nordmannen jedoch und den Schweden sind wegen der neuen Pflanzung des Christenthums noch keine Bisthümer in bestimmter Abgränzung abgetheilt, sondern jeder Bischof, den König oder Volk angenommen haben, baut gemeiniglich eine Kirche, und indem sie alle im Lande umherreisen, bringen sie, so viele sie können, zum Christenthume und leiten diese ohne einander zu beneiden, so lange sie leben. [SCH. 143.]

 

34. Hinter Nordmannien, welches das äußerste Land des Nordens ist, findet man keine Spur menschlicher Wohnung und nichts als den Ocean, der fürchterlich von Anblick und unbegränzt, die ganze Welt umfaßt. [SCH. 144.] Dieser enthält Nordmannien gegenüber viele nicht unansehnliche Inseln, welche jetzt beinahe alle der Herrschaft der Nordmannen unterworfen sind und darum von uns nicht übergangen werden dürfen, weil auch sie mit zu dem Hammaburger Sprengel gehören. Die ersten derselben sind die Orchadeninseln, welche die Barbaren Organen nennen; [SCH. 145.] diese sind wie die Cycladen durch den Ocean hin verstreut. Von diesen scheinen folgende Worte des Marcian (S. 2l5) und des Solinus zu gelten. „Im Rücken Britanniens, von wo der unbegränzte Ocean sich ausdehnt, liegen die Orchadeninseln, von denen zwanzig wüst, sechzehn bewohnt sind[82]. Die Orchadeninseln, fast vierzig, liegen neben einander. Auch liegen in der Nähe die Electriden, wo der Bernstein entsteht[83].“ Die Orchaden also, welche zwischen Nordmannien, Britannien und Hibernien liegen, verlachen scherzend die Drohungen des tobenden Oceans. Zu ihnen soll man von Trondemnis, der Stadt der Nordmannen, in einem Tage zu Schiffe gelangen können, und ebenso soll von den Orchaden eine gleiche Strecke Weges sein, sei es, daß man nach England steuert oder nach Scotien umbiegen will. Für eben diese Orchadeninseln setzte unser Primas, obwohl sie bisher von den Bischöfen der Angeln und Scoten regiert wurden, dennoch auf Befehl des Papstes den Turolf als Bischof in der Stadt Blascona[84] ein, um für sämtliche Inseln zu sorgen.

 

35. „Die Insel Thyle, [SCH. 146.] welche durch das unbegrenzte Meer von den übrigen getrennt, fernhin inmitten des Oceans liegt, wird, wie man sagt, für kaum bekannt gehalten.[85] Ueber sie wird sowohl von den römischen Schriftstellern, als von den Barbaren viel Bemerkenswertes erzählt. „Die fernste aller Inseln ist, sagen sie, Thyle, wo es um die Sommersonnenwende, wenn die Sonne das Zeichen des Krebses überschreitet, gar nicht Nacht, und um die Wintersonnenwende durchaus nicht Tag wird. Dies, meinen sie, geschieht alle sechs Monat“.[86] Ebenso schreibt Beda, daß die hellen Nächte, welche im Sommer in Britannien [SCH. 147.] herrschen, auf eine unzweifelhafte Weise darauf zurückschließen lassen, daß zur Zeit der Sonnenwende alle sechs Monat ununterbrochen Tag sein muß, und im Winter, wenn die Sonne entfernt ist, durchweg Nacht. Daß dieses auf der Insel Thyle, welche um sechs Seetagereisen von Britannien entfernt liege, geschehe, berichtet Pytheas von Massilien.[87] Dies Thyle nun heißt jetzt Island, von dem Eise, welches den Ocean fesselt. Von dieser Insel wird auch die Merkwürdigkeit erzählt, daß [SCH. 148.] u. [149.] eben jenes Eis so schwarz und trocken vor Alter zu sein scheint, daß es brennt, wenn man es anzündet.[88]

 

Die Insel ist aber ausnehmend groß, so daß sie viele Völker enthält, welche allein von der Viehzucht leben und sich mit deren Fließen bedecken. Dort gibt es keine Feldfrüchte, und nur sehr geringen Vorrath an Holz. Darum wohnen sie in unterirdischen Höhlen, indem sie mit ihrem Viehe Obdach und Streu theilen. So in Einfachheit ein heiliges Leben führend, indem sie nichts weiter begehren, als was die Natur gewährt, können sie fröhlich mit dem Apostel sagend „Wenn wir Nahrung und Kleider haben, so lasset uns begnügen.“ (1 Tim. 6, 8.) Denn sie betrachten auch ihre Berge wie ihre Städte und ihre Ouellen als Gegenstände des Vergnügens. Glücklich in Wahrheit ist dies Volk, dessen Armuth von niemandem beneidet wird, [SCH. 150.] und darum am glücklichsten, weil jetzt alle dort das Christenthum angenommen haben. Viel Ausgezeichnetes ist in ihren Sitten, ein besonderer Grad von Liebe; woher es kommt, daß sie alles mit einander gemein haben, so mit Fremden, wie mit Einheimischen. Ihren Bischof halten sie wie einen König; seinem Winke gehorcht das ganze Volk; was er nach Gottes Willen, nach der heiligen Schrift, nach dem Brauche anderer Völker festsetzt, das halten sie für Gesetz. [SCH. 151.] [Ihretwegen brachte unser Metropolit Gott unermeßlichen Dank dar, dafür, daß sie zu seiner Zeit bekehrt wurden, obwohl sie auch vor Annahme des Glaubens nach einem gewissen natürlichen Gesetze nicht so sehr von unserer Religion abwichen.] Daher ordinirte er für sie auf ihr Verlangen einen sehr heiligen Mann, Namens Isleph, der von eben jenem Lande her an den Erzbischof abgesandt, von demselben eine Zeit lang mit außerordentlichen Ehren festgehalten wurde, indem er währenddeß lernte, wie er die neuerdings zu Christo bekehrten Völker heilsam unterrichten könnte. Durch ihn nun übersandte der Erzbischof dem Volke der Isländer und Grönländer seine Hirtenbriefe, indem er ihre Kirchen mit Ehrfurcht begrüßt und ihnen versprach, nächster Tage zu ihnen zu kommen, um sich mit ihnen in voller Frende zu ergötzen. (Röm. 15, 24.) An diesen Worten sind die vortrefflichen Absichten zu loben, die er für seine Mission hegte, wie wir ja auch vom Apostel[89] erfahren, daß er, um das Wort Gottes zu predigen, nach Hispanien reisen wollte, was er nicht ausführen konnte.

 

Soviel habe ich von den Isländern und dem zuäußerst gelegenen Thyle als zuverlässig erforscht, das Fabelhafte übergehend.

 

36. Es giebt aber noch mehrere andere Inseln im Ocean, von denen nicht eine der geringsten Grönland ist, welches tiefer im Ocean den schwedischen oder riphäischen Gebirgen gegenüberliegt. Nach dieser Insel soll man in fünf bis sieben Tagen vom Ufer der Nordmannen aus hinsegeln können, sowie nach Island. Die Menschen dort sind von der Salzfluth blaugrün, woher auch das Land den Namen hat. Sie führen ein ähnliches Leben, wie die Isländer, nur daß sie blutgieriger sind und als Räuber die Seefahrenden anfallen. Auch zu ihnen soll, wie man sich erzählt, neuerdings das Christenthum im Fluge hingelangt sein.

 

37. Die dritte Insel[90] ist Halagland, näher an Nordmannien, an Größe den übrigen nicht ungleich. [SCH. 152.] Diese sieht im Sommer um die Sonnenwende vierzehn Tage lang fortwährend die Sonne über der Erde stehen und entbehrt im Winter ebenso viel Tage lang der Sonne. Dies ist den Barbaren, welche nicht wissen, daß die ungleiche Länge der Tage sich wegen des Zutritts und Rückschritts der Sonne ereignet, eine staunenswerthe und unbekannte Erscheinung. Denn wegen der runden Gestalt des Erdkreises ist es notwendig, daß der Umlauf der Sonne um die Erde an einer Seite durch das Annahen derselben Tag bringe, an der andern durch ihr Zurücktreten Nacht. Wenn dieselbe nun zur Sommersonnenwende aufgestiegen ist, verlängert sie denen, die im Norden sind, die Tage und verkürzt ihnen die Nächte; indem sie dagegen zur Wintersonnenwende hinabsteigt, bewirkt sie für die im Süden wohnenden das nämliche. Dies nicht wissend, nennen die Heiden jene Insel ein heiliges und glückseliges Land, weil es den Sterblichen ein solches Wunder vorführe. Es hat nun der König der Dänen nebst vielen Anderen bezeugt, daß dies sich dort ereigne, wie auch in Schweden und in Norvegien und auf den anderen dortigen Inseln.

 

38. Außerdem erzählte er, daß noch eine Insel in jenem Ocean von vielen Leuten gefunden sei, welche Winland heiße, darum weil dort Weinstöcke wild wüchsen, die den besten Wein trügen.[91] Daß dort auch Feldfrüchte ungesäet im Ueberflusse vorhanden sind, erfahren wir nicht durch fabelhafte Meinung, sondern zuverlässige Erzählung der Dänen. [Hinter dieser Insel, sagte er, wird kein bewohnbares Land in jenem Ocean gefunden, sondern alles was jenseits liegt, ist voll unerträglichen Eises und unermeßlicher Finsterniß. Dieses Umstandes gedenkt Marcian (S. 215) mit folgenden Worten: „Ueber Thile hinaus ist eine Tagereise weit das Meer geronnen.“ Das hat neuerdings der sehr erfahrene Nordmannenfürst Harald[92] selbst erlebt, indem er, die Breite des nördlichen Oceans mit seinen Schiffen durchforschend, endlich, als vor ihren Augen die Grenzen der schwindenden Welt düster dalagen, dem ungeheuren Schlunde des Abgrundes kaum mit rückwärts gewendeten Schritten wohlbehalten entrann.]

 

39. Ebenso erzählte uns der selige Erzbischof Adalbert, daß in den Tagen seines Vorgängers einige adeliche Männer aus Friesland, um das Meer zu durchschweifen, gen Norden gesteuert seien, darum weil unter den Bewohnern jenes Landes die Rede geht, daß wenn man von der Mündung des Flusses Wirraha in gerader Richtuug nach Norden zu ausläuft, einem kein Land, sondern nur der unbegrenzte Ocean entgegentritt.[93] Um diese so auffallende Erscheinung zu ergründen, hatten sich diese Genossen eidlich mit einander verbunden, und liefen nun mit fröhlichem Jubelgeschrei vom Ufer der Friesen aus. Darauf kamen sie, hier Dännemark, dort Britannien liegen lassend, zu den Orchaden. Nachdem sie darauf diese linker Hand liegen gelassen hatten, während sie Nordmannien zur rechten Hand hatten, kamen sie nach langer Ueberfahrt zum eisigen Island.[94] Als sie von da aus das Meer durchfurchend, auf die äußerste Are des Nordens zueilten, und nun alle die oben erwähnten Inseln hinter sich sahen, Gott dem Allmächtigen und dem heiligen Bekenner Willehad ihre Fahrt und Kühnheit empfehlend, da verfielen sie plötzlich in jene schwarze Finsterniß des starrenden Oceans, welche mit den Augen kaum zu durchdringen war. Und siehe, da zog der Sund des wechselvollen Oceans, zurückeilend zu gewissen geheimnißvollen Anfängen seiner Quelle, die unglücklichen Seefahrer, die bereits verzweifelten, ja an nichts, als nur an den Tod dachten, mit der heftigsten Gewalt nach jenem tiefen Chaos hin [dies soll der Schlund des Abgrundes seines, von welchem, wie die Sage geht, alle Rückströmungen des Meeres, die abzunehmen scheinen, verschlungen und wieder ausgespieen werden, was man die wachsende Fluth zu nennen pflegt.[95] Da, als jene nur noch die Barmherzigkeit Gottes anflehten, daß er ihre Seelen zu sich nehmen möchte, riß jene zurücklaufende Gewalt des Meerstroms einige Schiffe der Genossen hinweg, die übrigen aber trieb der wieder ausspeiende Hervorlauf des Wassers weit von den anderen rückwärts hin. So unterstützten jene, von der drohenden Gefahr, die sie mit den Augen erblickten, durch Gottes gelegene Hülfe befreiet, mit aller Anstrengnng rudernd die Macht der sie forttreibenden Strömung.

 

40. Und als sie nun der gefahrdrohenden Finsterniß und dem Lande der Kälte entrannen, da landeten sie unverhofft auf einer Insel, welche mit sehr hohen Klippen wie eine Stadt mit Mauern rings umgeben war.[96] Wie sie darauf, sich das Land zu besehen, daselbst ausstiegen, fanden sie dort Menschen, welche in unterirdischen Höhlen zur Mittagszeit verborgen lagen, vor deren Thüren eine unermeßliche Menge von goldenen Gefäßen und von solchen Metallen lag, welche von den Sterblichen für selten und kostbar gehalten werden. Daher nahmen denn die erfreuten Ruderer von diesen Schätzen, soviel sie fortbringen konnten, und kehrten eilig zu den Schiffen zurück, als sie plötzlich zurückblickend Menschen von wunderbarer Größe hinter sich herkommen sahen, welche die Unseren Cyklopen nennen. Vor denselben liefen Hunde her, die auch die gewöhnliche Größe dieser Vierfüßer überschritten. Diese stürzten heran und rissen einen von den Genossen hinweg, der augenblicklich vor ihren Augen zerfleischt wurde; die anderen aber wurden in die Schiffe aufgenommen und entrannen so der Gefahr, indem die Riesen sie, wie sie erzählen, beinahe bis auf die hohe See hinaus schreiend verfolgten. Von solchem Glücke geleitet, gelangten die Friesen nach Bremen, wo sie dem Erzbischof Alebrand alles der Ordnung nach erzählten und dem frommen Christ und seinem Bekenner Willehad für ihre Heimkehr und Rettung Opfer des Dankes darbrachten.

 

[Es gibt auch noch anderes, was nicht unpassend hier zu sagen wäre: von jener Fluth des Meeres, die an einem Tage zweimal hervortritt, was bei Allen die größte Verwunderung erregt, so daß selbst die Naturkundigen, welche die Geheimnisse der Dinge durchforschen, über diese Erscheinung, deren Ursprung sie nicht kennen, in Zweifel gerathen. Und während Macrobius[97] und Beda[98] in Bezug auf diesen Gegenstand etwas Passendes vorzubringen scheinen, Lucanus[99] aber bekennt, er wisse nichts davon, so streiten die verschiedenen Schriftsteller mit abweichenden Ansichten gegen einander an, alle aber verlieren sich in unsicheren Beweisführungen. Uns indeß genügt es, mit dem Propheten auszurufen: „Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.“ (Ps. 10, 4. 24.) Und wiederum: „Himmel und Erde ist dein (Ps. 89, 12) und du herrschest über das ungestüme Meer (Ps. 89, 10) und deine Gerichte sind wie eine große Tiefe“ (Ps 36, 7), und darum werden sie mit Recht unbegreiflich genannt. (Röm. 11, 33.)]

 

41. Das ist, was ich von dem Wesen der nördlichen Länder in Erfahrung gebracht habe, um es zur Ehre der Hammaburger Kirche herzusetzen, die wir mit so großen Gaben göttlicher Liebe beschenkt sehen, daß sie bereits eine unzählbare Menge von Völkern, deren Mutterkirche sie geworden ist, durch die Wirksamkeit ihrer Predigt großenteils zum Christenthume bekehrt hat, indem sie nur da erst ihrer Verkündigung des Evangelii Stillschweigen gebeut, wo die Welt ein Ende hat. Diese heilbringende Mission unter den Heiden, welche zuerst der heilige Anscar begann, ist bis auf den heutigen Tag beständig in glücklicher Zunahme fortgeschritten, bis zum Heimgange des großen Adalbert, in ungefähr einer Zeit von 240 Jahren.

 

42. Und siehe! jene so wilde Nation der Dänen, oder der Nordmannen, oder der Schweden, die nach den Worten des heiligen Gregorius nichts anders konnte, als auf barbarische Weise mit den Zähnen knirschen[100], hat jetzt schon längst gelernt zu Gottes Lobe ein Hallelujah anzustimmen! Siehe, jenes seeräuberische Volk, von welchem einst, wie wir lesen, alle Lande Galliens und Germaniens ganz verheert wurden, begnügt sich jetzt mit seinem eigenen Gebiete, indem es mit dem Apostel spricht: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir“ (Hebr. 13, 14), und: „Wir glauben zu sehen das Gute des Herrn im Lande der Lebendigen!“ (Psalm 27, 13.)

 

Siehe, jenes fürchterliche Land, stets unnahbar wegen des Dienstes der Götzen, und der nicht mild’re Altar der skythischen Göttin Diana[101] legt bereits seine natürliche Wuth ab, und läßt die Prediger der Wahrheit überall voll Wetteifers zu, und indem die Altäre der Dämonen zerstört werden, erheben sich hie und da Kirchen, und der Name Christi wird von Allen in gemeinsamem Lobliede gepriesen. Denn das ist, was die rechte Hand des Höchsten ändert (Psalm 77, 11), und so schnell eilt das Wort des allmächtigen Gottes vorwärts, daß im Aufgange der Sonne wie im Untergange, im Norden wie im Süden zu lobpreisen ist der Name des Herrn, und daß jede Zunge bekennen muß, daß unser Herr Jesus Christus in der Glorie ist Gottes des Vaters, mit dem Vater und dem heiligen Geiste lebend und regierend von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

 

Scholien

Schol. 138. Es ist uns aber von einigen aus dem Gefolge des Bischofs Adalward erzählt worden, daß ihm, sobald er nach Sictona kam, zu einer Messefeier siebenzig Mark Silbers von den Opfernden in die Hand gelegt seien. Denn so große Andacht hegen alle Völker des Nordens. Damals kehrte er auch unterwegs in Birca ein, welches jetzt zur Einöde geworden ist, so daß kaum noch Spuren der Stadt sichtbar sind; daher ist auch das Grab des heiligen Unni nicht aufzufinden gewesen.

Schol. 139. Von jenen Nordmannen, die jenseits Dännemarks leben, sind diejenigen Nordmannen hergekommen, welche Francien bewohnen, und von diesen aus hat neuerdings Appulien die dritten Nordmannen empfangen.

Schol. 140. Von der Bestattung der Heiden ist, obwohl sie an eine Auferstehung der Fleisches nicht glauben, doch das bemerkenswerth, daß sie nach Art der alten Römer ihre Leichenbestattungen und Gräber mit der größten Andacht ehren. Uebrigens legen sie eines Mannes Geld zu demselben in’s Grab, so wie die Waffen und was derselbe sonst im Leben besonders lieb hatte, eine Sitte, welche auch von den Indern berichtet wird. Dies leitet man ab von der alten Sitte der Heiden, in deren Mausoleen dergleichen noch gefunden zu werden pflegt, da sie in Henkelkrügen oder in andern kleinen Gefäßen ihre Schätze mit sich begraben ließen.

Schol. 141. Paulus also[121] in der Geschichte der Longobarden[122] versichert, im äußersten Norden unter den Scritefingen lägen in einer Höhle des Oceans sieben Männer wie im Schlafe, über die verschiedene Meinung herrsche, und daß sie jenen Völkern am Ende der Welt das Evangelium verkünden werden. Andere sagen, von den elftausend Jungfrauen seien etliche dahin gekommen, deren Gesellschaft samt den Schiffen von dem Berge verschüttet seien, und dort geschähen Wunder: Dort erbauete Olaph auch eine Kirche. Olaph also, der höchstgerechte König, brachte die Nordmannen zuerst zum Christenthume. Magnus, sein Sohn, unterjochte die Dänen. Harald, der sehr unwürdige Bruder Olaphs, unterwarf die Orchaden seiner Herrschaft und erweiterte sein Reich bis zu den riphäischen Bergen und bis nach Island[123] hin.

Schol. 142. Obwohl vor ihm[124] von den Unseren Lifdag, Odinkar und Poppo jenem Volke das Evangelium verkündigten. Das können wir behaupten, daß die Unseren gearbeitet haben und daß die Engländer in ihre Arbeiten eingetreten sind. Diesem[125] nämlich, nebst dem Meinhard[126] und dem Albert[127], welche anderswo ordinirt waren, übertrug der Erzbischof, als sie zu ihm kamen, indem er sie außerdem noch beschenkte, das Amt, sowohl in Nordmannien, als auf den Inseln des Oceans seine Stelle zu vertreten.

Schol. 143. (Die Schriftzüge dieses Scholions sind ganz verwittert und unleserlich.)

Schol. 144. Von dem britannischen Ocean, welcher Dännemark und Nordmannien berührt, werden von den Seefahrern große Wunder erzählt; daß nämlich um die Orchaden herum das Meer so zusammengeronnen und durch das Salz so verdickt sei, daß die Schiffe kaum anders fortzubewegen seien, als mit Hülfe des Sturmwindes; daher wird auch in unsrer Sprache eben dieses Meer Libersee genannt[128].

Schol. 145. Hier wird offenbar, daß der Verfasser dieses Büchleins aus dem oberen Deutschland stammte, weshalb er sehr viele Worte und Eigennamen, indem er sie seiner Sprache anpassen wollte, für uns verderbt hat.[129]

Schol. 146. Tyle, gelegen im oceanischen Meere, von allen Inseln die fernste, hat nach Solinus (Kap. 22) zur Winterzeit kaum einen Tag, und zur Sommerzeit gar keine Nacht. Denn …

Schol. 147. Britannien ist die größte aller Inseln. Von ihr gelangt man in einer Fahrt von neun Tagen nach Thile. Von da aus ist eine Fahrt von einem Tage bis zum gefrorenen Meere. Dies ist deshalb gefroren, weil es nie von der Sonne erwärmt wird.

Schol. 148. Wenn man von dem dänischen Landvorsprunge Alaburg ausläuft, so soll man eine Fahrt von dreißig Tagen nach Island haben, von wenigeren aber, wenn der Wind günstig ist.

Schol. 148. Neben Island ist der mit Eis bedeckte und siedende und dunkle Ocean.

Schol. 150. Bei ihnen ist kein König, als nur das Gesetz „und das Fehl unerhört, oder der Lohn ist der Tod.[130]

Schol. 151. Die größte Stadt daselbst ist Scaldholz (Skalholt).

Schol. 152. Andere sagen, Halagland sei der hinterste Theil Nordmanniens, weil es den Scritefingen zunächst liege, unzugänglich durch die Rauheit seiner Berge und des Frostes.

 

Anmerkungen der Übersetzung von J. C. M. Laurent

  1. Vergl unten Kap. 42.
  2. Siehe oben Schol. 132.
  3. Vergl. oben Buch II, Kap. 59.
  4. Wig war wohl keine Stadt der Nortmannen, sondern jener Meerbusen, der Wigen heißt, bei Tönsberg, wo das dabeiliegende Land auch Vilin genannt wurde.
  5. Siehe oben Buch II, Kap 55.
  6. Olaph Trucco’s Sohn.
  7. Siehe oben Buch II, Kap. 53 und 62
  8. oder Osmund, siehe oben Buch III, Kap. 14 und 70.
  9. Siehe Buch II, Kap. 55.
  10. Die Worte von: „Im Rücken - sind“ scheinen aus Orosius I, 2 geschöpft zu sein.
  11. Die Worte von: „Die Orchadeninseln“ an stehen Marcian, Seite 215.
  12. Eine solche Stadt auf den Orcaden ist völlig unbekannt. Eines Ortes Blaskoeg in Island gedenkt Are Frodi Kap 3.
  13. ? Ungefähr Worte des Orosius I, 2.
  14. Dieser Satz: „Die fernste - Monat“ findet sich fast wörtlich bei Beda über die Zeitrechnung Kap. 29, jedoch so, daß Beda die ersten Worte: „Die fernste - wird“ wieder aus Solinus, Kap 22, ausgezogen hat. Die hier gemeinten römischen Schriftsteller sind also Beda und Solin.
  15. So Beda a. a. O. nach Plinius Naturgesch. II, 75
  16. Eine ähnliche Angabe findet sich in der alten Aufzeichnung „Insulae Britannicae“, welche im Anhang folgt. Auch der Dichter des Meregatto hat die Fabel von dem brennenden Eise.
  17. Paulus. Siehe Röm. 15, 24.
  18. Keine Insel, wie der Scholiast richtig bemerkte, sondern die an Finnmarken anstoßende Landschaft.
  19. Ueber Winland siehe Are Frodi, Kap. 6: Snorro Sturleson Olaf Tryggvason Saga c. 107 s.
  20. Hardrade, gest 1066. Siehe oben Buch III, Kap. 16.
  21. Diese Unternehmung hat J. G. Kohl behandelt im Bremischen Jahrbuch V, Seite 174-191: „Die erste deutsche Entdeckungsreise zum Nordpol“. Einige Handschriften haben hier den Zusatz: „mit Ausnahme des Meeres, welches Libersee genannt wird“.
  22. Kohl nimmt mit Recht gegen Lappenberg an, daß sie dort gelandet sind (collegerunt).
  23. Diese Schilderung ist zum Theil aus Paulus Diakonus I, 6 entnommen. Gemeint ist die gewaltige Strömung voll von Eisschollen an der Ostküste von Grönland, Eisschwelg genannt: nach Weinhold an der S. 214 angegebenen Stelle, Seite 795.
  24. Vergl. was Saxo Grammat. I, VIII, p. 160 (cp. 286 ed. Holder) von einer fabelhaften Stadt, sedes Geruthri, Geirödargard erzählt.
  25. Traum des Scipio II. 9.
  26. Von der Natur der Dinge Kap 39.
  27. X, 237, wo er aber von der Fluth des Nils, nicht des Meeres spricht.
  28. Dies sagt Gregor I. in seiner Erklärung des Hiob, Buch 27, Kap. 8 von der Sprache der Britten oder Angelsachsen.
  29. Lucan I, 446.
  1. Dieses Scholion knüpft an das oben Scholion 127*, Seite 218 Vorgekommene an.
  2. Buch I, Kap 4 sagt Paulus, diese sieben Männer seien Römer, in deren Nähe die Scriptovinen oder Scritefingen wohnen.
  3. Siehe oben Buch III, Kap. 16.
  4. Dem Johannes.
  5. Dem Johannes.
  6. Siehe oben Buch III, Kap. 70.
  7. Siehe oben Buch III, Kap. 70.
  8. Lebermeri, todtes Meer; siehe darüber Müllenhoff und Scherer (zweite Auflage) Seite 388.
  9. Dieses Scholion findet sich nur in der Ausgabe von Lindenbruch nach einer seitdem verlorenen Handschrift.
  10. Siehe Horaz’ Oden III, 24, Vers 24. Vergl. Schol. 118.

Quellen:
Hamburgische_Kirchengeschichte - Viertes_Buch

 

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