Manfrieds Trelleborg - Mittelalterlicher Jülicher Martinsmarkt

9. Mittelalterlicher Jülicher Martinsmarkt
Jülicher Probsteikirche 10. u. 11. Nov. 2012

Mittelalterlicher Jülicher Martinsmarkt 2012 Mittelalterlicher Jülicher Martinsmarkt 2012 Mittelalterlicher Jülicher Martinsmarkt 2012 Mittelalterlicher Jülicher Martinsmarkt 2012 Mittelalterlicher Jülicher Martinsmarkt 2012 Veranstalter:
Juliacum Entertainment Service

Große Rurstraße 58, D-52428 Jülich
Website:
www.jesdm.com
 
Veranstaltungsbericht: Siglinde Litilvoelva
 
 

Es war ein sonniger und milder Herbsttag als wir, die Duisburger Wikinger-Sippe „Corvus Monedula“ und ich am frühen Nachmittag aus dem Ruhrgebiet aufbrachen, um den mittelalterlichen Martinsmarkt in Jülich zu besuchen.

„Zum nun schon neunten Mal finden sich im Schatten der Jülicher Probsteikirche zahlreiche historische Handwerker & Händler ein, die ihre eigens gefertigten Waren darbieten. Diesmal steht den Anbietern auch der Bereich der Kölnstrasse zur Verfügung. Sodaß der Markt größer ist als in den Vorjahren.“

… kündigte der Veranstalter, der Juliacum Entertainment Service, den historischen Markt an und dementsprechend groß waren unsere Vorfreude und unsere Erwartungen.
Nach etwa einer Stunde Autofahrt und selbstverständlich als Wikinger gewandet, kamen wir in Jülich an. Ein Parkplatz in der Innenstadt in unmittelbarer Nähe des Veranstaltungsortes war schnell gefunden. Doch der Himmel war mittlerweile grau und wolkenbedeckt wie ein schlechtes Omen …

 

Auf dem Platz neben der hellen und freundlich wirkenden Kirche präsentierten sich die mittelalterlichen Händlerstände sowie eine Taverne, die Feldbäckerey und ein weiterer Stand mit Gulaschsuppe und Currywurst.
Auf der angrenzenden Kölnstraße gab es ein erweitertes Angebot von Händlern, deren Mehrheit allerdings keinen mittelalterlichen Charakter hatte und am Ende der Straße befanden sich auch einige moderne Fahrgeschäfte gleich einer kleinen Kirmes. So endete unser erster Rundgang über den Jülicher Mittelaltermarkt leider recht schnell. Wir begaben uns zur Taverne, um dort heißen Met zu trinken und in einem netten Gespräch mit der freundlichen Schankmaid erfuhren wir, das der historische Martinsmarkt in Jülich üblicherweise größer sei. Dieses mal hatten aber einige Händler kurzfristig abgesagt – ein Umstand, den man dem Veranstalter sicher nicht zum Vorwurf machen kann, ebenso wenig wie den nun einsetzenden Regen, der bis zum Einbruch der Dunkelheit nicht enden wollte.
Gaukler Jeremias erfreute uns auf seiner Laute mit historisch frivolen, lustigen und Seemannsliedern, so dass wir trotz schlechtem Wetter und wenig Marktpublikum einen schönen Nachmittag in Jülich verbrachten.

 

Trotzdem beendeten wir unseren Besuch des Martinsmarktes früher als geplant und beschlossen spontan, die Taverne „Zum Spiessgesellen“ in Mülheim an der Ruhr aufzusuchen, um dort im gemütlichen historischen Ambiente stilecht eine warme Mahlzeit zu essen. In der Taverne herrschte eine ausgelassene und fröhliche Stimmung, denn sie feierte ihr 10jähriges Jubiläum. Neben den üblichen Getränken gab es auch Kaffee, Kuchen, und später am Abend mittelalterliche Livemusik der Gruppe „Frendskopp“.
 
Leider endete der Abend anders als erwartet…
 
Als nach einer Stunde unser bestelltes Essen noch immer nicht auf unserem Tisch stand, fragte ich die Schankmaid freundlich, wie lange wir noch warten müssen und sie antwortete mir erstaunt: „20 Minuten … ?!“ … Hungrig und ein wenig verstimmt setzte ich mich wieder an unseren Tisch, doch aufgrund der vielen Gäste und anlässlich des Jubiläums hatte ich zunächst schon etwas Verständnis für die lange Wartezeit. Eine weitere halbe Stunde verging, aber weder unsere Speisen noch der Duft von zubereitetem Essen waren aus der Küche zu vernehmen.
Als unserem Nachbartisch Getränke gebracht wurden, fragte ich abermals nach unserem Essen, doch der Kellner wusste nichts von einer Bestellung. Das brachte bei mir das Fass zum überlaufen. Einstimmig beschlossen wir, unser Essen wieder abzubestellen. Ich bezahlte die Rechnung für unsere Getränke und teilte der Schankmaid mit, dass wir auf unsere Mahlzeit verzichten wollen, weil eine Wartezeit von über 90 Minuten für drei einfache warme Gerichte nicht tragbar ist.
Da meine Beschwerde inzwischen zum Koch durchgedrungen war, eilte er zu mir, entschuldigte sich und versprach, sofort mit der Zubereitung des Essens zu beginnen. Ich lehnte dankend ab und erhielt eine Ermäßigung in Höhe von 5 Euro auf unsere Zeche … was aber nicht unseren Hunger stillte und auch keinen guten Eindruck auf mich als Gast einer gastronomischen Lokalität hinterließ.
Ich möchte nicht darüber nachdenken, was die Wikinger vor 1100 Jahren mit dem Koch veranstaltet hätten …

 
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