Die Saga von den Völsungen - Teil 3

Thule - Altnordische Dichtungen und Prosa
Band 21 - Isländische Heldenromane.

Sigurd und Regin braten das Herz Fafnirs

Sigurd und Regin braten das Herz Fafnirs

8. Sigmund und Sinfjötli legen die Wolfsbälge an

Das ist weiter zu erzählen, daß dem Sigmund Sinfjötli noch zu jung zur gemeinsamen Rache erschien, und er wollte ihn daher zuvor an kühne Taten gewöhnen. Sie zogen des Sommers weit durch die Wälder und erschlugen Männer, um sie zu berauben. Sinfjötli schien Sigmund recht nach Art der Völsunge, dennoch glaubte er, daß er König Siggeirs Sohn wäre und dachte, Sinfjötli habe zwar den Heldenmut der Völsunge, aber die Bosheit seines Vaters, denn er meinte, daß er sich wenig um seine Gesippen kümmere, weil er ihn oft an sein Leid erinnerte und ihn sehr reizte, den König Siggeir zu erschlagen.

Nun geschah es einmal, daß sie wieder in den Wald zogen, sich Beute zu verschaffen; sie fanden aber ein Haus und in dem Hause zwei Männer schlafend mit dicken Goldringen. Sie waren ins Mißgeschick geraten, denn Wolfsbälge hingen über ihnen; jeden fünften Tag vermochten sie aus den Bälgen zu fahren, sie waren Königssöhne. Sigmund und Sinfjötli fuhren in die Wolfsbälge, vermochten aber nicht herauszukommen; den Wolfsbälgen haftete dieselbe Eigenschaft wie früher an - sie heulten wie Wölfe und verstanden beide ihr Geheul. Nun begaben sie sich in die Wälder, aber jeder von ihnen fuhr seine Straße.

Sie trafen die Verabredung untereinander, daß sie sich daran wagen wollten, wenn es auch sieben Männer wären, aber nicht mehr, und der sollte einen Wolfsschrei ausstoßen, der auf eine Übermacht träfe. „Diese Abrede laß uns nicht brechen,“ sagte Sigmund, „denn du bist jung und mutig, und man wird sich darauf freuen, dich zu jagen.“ So zog jeder für sich seine Straße, und als sie sich getrennt hatten, begegnete Sigmund sieben Männern und stieß einen Wolfsschrei aus; als Sinfjötli das hörte, kam er sogleich herbei und tötete alle. Sie trennten sich wieder. Als Sinfjötli nicht lange im Walde gelaufen war, begegnete er elf Männern, kämpfte mit ihnen, und es geschah, daß er sie alle tötete. Er wurde sehr müde, ging unter eine Eiche und ruhte sich hier aus. Da kam Sigmund dorthin und sprach: „Warum riefst du mich nicht?“ Sinfjötli entgegnete: „Ich wollte dich nicht um Hilfe rufen. Du brauchtest meine Hilfe dazu, um sieben Männer zu töten, aber ich bin ein Kind an Jahren im Vergleich mit dir – und doch rief ich dich nicht um Hilfe, um elf Männer zu töten.“ Da sprang Sigmund so hart gegen ihn, daß er taumelte und fiel; Sigmund biß ihn vorn in die Kehle. Gerade an diesem Tage vermochten sie nicht die Wolfsbälge abzulegen. So legte Sigmund ihn sich auf den Rücken, trug ihn heim in die Hütte und war um ihn beschäftigt – aber er hieß die Trolle die Wolfsbälge holen.

Eines Tages sah Sigmund zwei Wiesel, wie eins dem andern in die Kehle biß; und jenes lief in den Wald, brachte ein Blatt, legte es auf die Wunde, und sogleich sprang das andere Wiesel gesund auf. Sigmund ging hinaus und sah, wo ein Rabe mit dem Blatte flog und es ihm brachte. Er legte es über Sinfjötlis Wunde, und dieser sprang sogleich gesund auf, wie wenn er nimmer wund gewesen wäre. Darauf gingen sie nach der Erdhütte und warteten da, bis zu der Zeit, daß sie die Wolfsbälge ablegen sollten; da nahmen sie die, verbrannten sie im Feuer und wünschten, daß sie niemand mehr Schaden brächten. Sie hatten aber während ihres Missgeschicks manche Heldentat in König Siggeirs Reiche vollbracht. Als Sinfjötli erwachsen war, glaubte Sigmund ihn genug erprobt zu haben. Nun dauerte es nicht lange, daß Sigmund die Vaterrache vollziehen wollte, wenn es sich so fügen sollte. Da gingen sie eines Tages fort von der Erdhütte, kamen spät abends an König Siggeirs Hof und traten in die Vorstube, die vor der Halle war; dort aber waren Bierfässer, und dahinter verbargen sie sich. Die Königin wußte nun, wo sie waren, und wollte sie aufsuchen, und als sie zusammenkamen, da faßten sie den Beschluß, daß sie die Vaterrache ausüben wollten, sobald es Nacht würde. Signy und der König hatten zwei Söhne jung an Jahren, die spielten mit Goldringen am Boden der Halle, ließen die Ringe über den Estrich rollen und sprangen ihnen nach. Ein Goldring aber rollte nach außen hin nach der Stelle des Hauses, wo sich Sigmund und Sinfjötli versteckt hatten; der Knabe aber lief hinterdrein, den Ring zu suchen. Da sah er dort zwei Männer sitzen, groß und grimmig, die trugen tief herabhängende Helme und lichte Brünnen. Da lief er ins Innere der Halle zu seinem Vater und sagte ihm, was er gesehen hätte. Der König argwöhnte nun, daß Verrat gegen ihn im Werke wäre.

Signy hörte, was sie sagten; sie stand auf, nahm die beiden Knaben, ging hinaus in die Vorstube zu ihnen und sagte, sie sollten wissen, daß die sie verraten hätten, „und ich rate euch, daß ihr sie tötet“. Sigmund aber sagte: „Nicht will ich deine Knaben töten, obgleich sie mich verraten haben.“ Sinfjötli aber schrak davor nicht zurück, zückte sein Schwert, tötete beide Knaben und warf sie ins Innere der Halle, König Siggeir zu Füßen. Der König erhob sich und rief seine Mannen auf, die Männer zu ergreifen, die sich am Abend in der Vorstube versteckt hätten. Da liefen die Männer hinaus und dorthin, und wollten Hand an sie legen; die aber wehrten sich wohl und heldenmütig, und der meinte es da lange am schlimmsten zu haben, der ihnen am nächsten war. Endlich aber wurden sie von der Übermacht überwältigt, gefangengenommen, darauf in Bande geschlagen und in Fesseln gesetzt, und sie saßen dort die ganze Nacht.

Nun überlegte der König bei sich, welchen Tod er ihnen bereiten sollte, den sie am längsten fühlten. Als der Morgen kam, ließ der König ein großes Hügelgrab von Steinen und Rasen machen; und als der Hügel fertig war, ließ er eine große Felsplatte senkrecht mitten hinein setzen, so daß der eine Rand nach oben gerichtet war, der andere nach unten; der flache Stein war so groß, daß er auf beiden Seiten die Felswand berührte, so daß man nicht an ihr vorbeikommen konnte. Darauf ließ er Sigmund und Sinfjötli ergreifen und in den Grabhügel setzen, auf jede Seite der Felsplatte einen von ihnen; denn es schien ihm härter für sie, wenn sie beide nicht zusammen wären und doch jeder den anderen verstehen konnte.

Als sie im Begriff waren, den Hügel mit Rasen zuzudecken, kam Signy herzu und trug Stroh in den Armen, das warf sie Sinfjötli in den Hügel hinein und bat die Knechte, es dem König zu verheimlichen. Sie gelobten es, und darauf wurde der Hügel geschlossen.

Als es begann Nacht zu werden, sagte Sinfjötli zu Sigmund: „Ich glaube, fürs erste wird es uns nicht an Speise fehlen: hier hat die Königin Speck in den Hügel geworfen und von außen Stroh herumgewickelt.“ Und weiter betastete er den Speck und fand, daß das Schwert Sigmunds darin stak; er erkannte es am Griff, denn es war dunkel im Hügel, und sagte es Sigmund; sie freuten sich beide darüber. Sinfjötli schob die Spitze des Schwertes oben über die Felsplatte und zog es kräftig hin und her – das Schwert schnitt in den flachen Stein.

Sigmund ergriff nun die Schwertspitze, und sie durchsägten so die Felsplatte zwischen ihnen und ließen nicht eher ab, als bis sie diese ganz durchsägt hatten. So heißt es im Liede:

An die Felsplatte setzten kräftig als Säge Sigmund das Schwert und Sinfjötli.

Und nun waren sie beide zusammen los in dem Hügel, zersägten Stein und Eisen und kamen so aus dem Grabhügel heraus.

Darauf gingen sie zurück nach der Halle, alle Leute lagen da im Schlafe. Sie trugen Holz in die Halle und legten Feuer an das Holz. Die darinnen waren, erwachten von dem Qualm und davon, daß die Halle über ihnen brannte. Der König fragte, wer das Feuer angelegt hätte. „Hier sind wir, ich, Sigmund, und Sinfjötli, mein Schwestersohn“, sagte Sigmund, „und wir glauben jetzt, daß du merken wirst, nicht alle Völsunge sind tot.“ Er forderte seine Schwester auf, herauszukommen und von ihm gute Achtung und große Ehre zu empfangen: so wollte er ihr ihres Gatten Tod büßen. Sie antwortete: „Nun sollst du werden gewahr, ob ich dem König Siggeir den Mord König Völsungs nachgetragen habe. Ich ließ unsre Kinder töten, weil die mir zu träge zur Vaterrache schienen. Ich kam zu dir in den Wald, in der Gestalt einer Völva, und Sinfjötli ist unser Sohn. Davon hat er so hohen Heldenmut, daß er beides, Sohnes-Sohn und Tochter-Sohn König Völsungen ist. Ich habe alles dazu getan, daß König Siggeir den Tod empfangen sollte. Aber was ich getan habe um der Rache willen, ist derart, daß ich auf keine Weise länger leben darf, und freiwillig werde ich mit ihm sterben, obwohl ich ihn wider Willen zum Manne hatte“. Sodann küsste sie Sigmund, ihren Bruder, und Sinfjötli, ging wieder hinein ins Feuer und wünschte ihnen alles Gute fürs Leben. Darauf fand sie hier den Tod mit König Siggier und seinem ganzen Gefolge. Vater und Sohn verschafften sich Heervolk und Schiffe. Sigmund steuerte auf sein Geschlechtserbe zu und vertrieb den König aus dem Lande, der sich nach König Völsung darin festgesetzt hatte.

Sigmund war nun ein mächtiger und berühmter König, weise und hochstrebend. Er hatte eine Frau, die Borghild hieß. Sie hatten zwei Söhne, der eine hieß Helgi, der andere Hamund. Und als Helgi geboren war, kamen Nornen dazu, weissagten ihm sein Schicksal und sagten, er solle der berühmteste alle Könige werden. Sigmund war gerade aus einer Schlacht heimgekehrt und ging mit einem Lauch seinem Sohne entgegen; er gab ihm den Namen Helgi und folgendes als Namensverleihung und Patengeschenk: Hringstadir und Solfjöll und ein Schwert; er hieß ihn tüchtig werden und Völsung nacharten. Helgi ward hochherzig und reich an Freunden, er übertraf die meisten andern Männer in jeglicher Geschicklichkeit. Das wird erzählt, daß er sich auf eine Heerfahrt begab, als er fünfzehn Winter alt war. Helgi war König über das Heervolk, Sinfjötli aber war ihm beigegeben, und beide geboten über Kriegsvolk.

 

9. Helgi vermählt sich mit Sigrun

Es wird erzählt, daß Helgi auf seiner Heerfahrt den König traf, der Hunding hieß; er war ein mächtiger König, reich an Mannen und herrschte über viele Länder. Da begann eine Feldschlacht zwischen ihnen, und Helgi stürmte heftig vorwärts. Damit schloß die Schlacht, daß Helgi den Sieg errang, König Hunding aber fiel und ein großer Teil seines Gefolges. Nun glaubte Helgi, an Ansehen viel gewonnen zu haben, da er einen so mächtigen König erschlagen hatte.

König Hundings Söhne aber boten ein Heer gegen Helgi auf und wollten ihren Vater rächen. Sie hatten einen harten Kampf, Helgi drang durch die Scharen der Brüder, griff die Banner der Söhne König Hundings an und erschlug diese Söhne Hundings: Ulf und Eyjolf, Hervard und Hagbard, und erfocht hier einen herrlichen Sieg.

Als Helgi aus der Schlacht kam, da begegnete er an einem Walde mehreren Frauen, vornehm an Aussehen, doch übertraf eine die andern alle; sie ritten in stattlichem Aufzuge. Helgi fragte die nach Namen, die sie befehligte. Sie nannte sich Sigrun und sagte, daß sie König Högnis Tochter wäre. Helgi sprach: „Reitet heim mit uns und seid uns willkommen.“ Da erwiderte die Königstochter: „Anderes wartet unser als mit dir zu trinken.“ Helgi fragte: „Was ist das, Königstochter?“ Sie antwortete: „König Högni hat mich verlobt dem Hödbrodd, dem Sohne König Granmars; ich aber habe gelobt, daß ich ihn nicht lieber haben will als das Junge einer Krähe. Aber doch wird dieses vor sich gehen, wenn du ihn nicht hinderst, ihm mit einem Heere entgegengehst und mich hinwegführst, denn mit keinem Könige möchte ich lieber zusammen wohnen als mit dir.“ „Sei fröhlich, Königstochter!“, sagte er, „eher wollen wir unsere Stärke verfluchen, als daß du ihm vermählt wirst, und erproben wollen wir zuvor, wer von uns beiden den andern übertrifft, daran will ich das Leben setzten.“ Darauf sandte Helgi Männer aus mit Geldgeschenken, um für sich Mannen zu werben, und entbot alles Volk nach Raudabjarg. Dort wartete König Helgi so lange, bis eine große Schar aus Hedinsey zu ihm kam; auch kam zu ihm eine stattliche Menge aus Nörvasund mit schönen und großen Schiffen. König Helgi rief zu sich den Befehlshaber seines Schiffes, der Leif hieß, und fragte, ob er ihr Heer gezählt habe. „Es ist nicht leicht, Herr, zu zählen die Schiffe: die aus Nörvasund gekommen sind, darauf sind zwölftausend Mann, aber das zweite Heer ist dennoch ein halbmal so groß.“

Da sagte König Helgi, daß sie nach der Bucht steuern sollten, die Varinsfjördr hieß, und so taten sie. Da überfiel sie ein großer Sturm und eine so hohe See, daß es sich gerade so anhörte, wenn die Wellen an Bord schlugen, als ob Berge zusammengeschlagen würden. Helgi hieß sie sich nicht fürchten und die Segel nicht reffen, sondern vielmehr sie noch höher hinaufsetzen als vorher. Da war es nahe daran, daß sie vom Sturm überwältigt wurden, ehe sie das Land erreichten. Da kam Sigrun, die Tochter König Högnis, oben vom Lande herab zum Strande mit großem Gefolge und brachte sie in einen guten Hafen, der „zu Gnipalund“ heißt. Diese Neuigkeit erfuhren die Leute des Landes, und es kam oben vom Lande her ein Bruder König Hödbrodds, der über die Gegend herrschte, die „auf Svaringshaugr“ heißt. Er rief sie an und frage, wer jenes große Heer befehligte. Sinfjötli stand auf, er hatte einen Helm auf dem Haupte, geglättet wie Glas, und eine Brünne weiß wie Schnee, in der Hand einen Spieß und ein stattliches Banner, sowie einen goldrandigen Schild vor sich. Er verstand den Königen Rede zu stehen: „Erzähle das, wenn du die Schweine und Hunde gefüttert hast und dein Weib triffst, daß hier die Völsunge gekommen sind; hier im Heere hält sich König Helgi auf, wenn Hödbrodd ihn antreffen will, und das macht ihm Freude ehrenvoll zu fechten, während du die Mägde beim Feuer küssest.“ Granmar sagte: „Nicht wirst du verstehen, vieles gebührend zu reden und alte Mären zu sagen, da du lügenhaft Häuptlinge anschuldigst. Jenes wird wahrer sein, daß du dich lange draußen im Walde vom Wolfsfraß genährt und deine Brüder getötet hast; wunderbar ist es, daß du es wagst, mit guten Männern zusammenzukommen, der du mancher kalten Leiche das Blut hast ausgesogen.“

Sinfjötli antwortete: „Dessen wirst du wohl nicht mehr recht gedenken, wie du in Völva auf Varinsey warst und sagtest, du wolltest einen Mann haben und mich zu dem Dienste erkorest, dein Mann zu sein. Später aber warst du eine Walküre in Asgard, und es war nahe daran, daß alle sich geschlagen hätten um deinetwillen. Ich aber erzeugte mit dir neun Wölfe auf Laganes und war der Vater von ihnen allen.“ Granmar entgegnete: „Das Lügen verstehst du gut; ich glaube, du hättest keines Vater werden können, seitdem du entmannt wurdest von den Töchtern des Riesen auf Thorsnes. Du bist ein Stiefsohn König Siggeirs und lagst draußen im Walde mit Wölfen; alles Unheil kam auf einmal über dich: du erschlugst deine Brüder und machtest dich im bösen Sinne berühmt.“ Sinfjötli antwortete: „Erinnerst du dich daran, daß du eine Stute warst bei dem Hengste Grani, und ich mit dir auf Bravöll trabte? Dann warst du Ziegenhirt des Riesen Gölnir.“ Granmar sagte: „Lieber wollte ich die Vögel mit deiner Leiche sättigen als länger mit dir streiten.“ Da sprach König Helgi: „Besser wäre es für euch und rätlicher, zu kämpfen als solches zu reden, das schmählich anzuhören ist. Granmars Söhne sind nicht meinen Freunde, und doch sind sie tapfere Männer.“

Granmar ritt darauf fort und traf König Hödbrodd an der Stelle, die Golfjöll heißt; ihre Rosse hießen Sveipud und Sveggjud: sie begegneten ihm im Burgtore und kündeten ihm die Kriegsbotschaft. König Hödbrodd trug eine Brünne und hatte den Helm auf dem Haupte; er fragte, wer da wäre, „und weshalb seid ihr so zornig?“ Granmar erwiderte: „Hier sind die Völsunge gekommen und haben zwölftausend Mann am Lande, und siebentausend bei der Insel, die Sok heißt, aber an dem Ort, der „vor Grinden heißt, sind noch ihre größten Streitkräfte, und ich glaube, daß Helgi jetzt eine Schlacht schlagen will.“ Der König sprach: „Veranstalten wir denn ein Heergebot durch unser ganzes Reich und ziehen ihm entgegen. Keiner von denen sitze zu Hause, die fechten wollen! Senden wir Botschaft den Hringssöhnen, König Högni und Alf dem Alten, das sind große Kämpfer.“

Sie tragen sich an dem Orte , der Frekastein heißt, da hob eine harte Schlacht an. Helgi ging vorwärts durch die Schlachtreihen, so daß da ein großes Gemetzel entstand. Da sahen sie eine große Schar von Schildjungfrauen, als ob man ins Feuer sähe: da war Sigrun, die Königstochter. König Helgi drang gegen König Hödbrodd vor und fällte ihn neben den Bannern. Da sprach Sigrun: „Habe Dank für diese kühne Tat! Nun werden die Länder einen andern Herrn bekommen. Dies ist mir ein großer Glückstag, und du wirst Ehre und Ruhm davon haben, daß du einen so mächtigen König gefällt hast.“ König Helgi nahm das Reich in Besitz und weilte dort lange; er nahm Sigrun zur Frau und ward ein berühmter und angesehener König – er kommt aber in dieser Geschichte nicht mehr vor.

 

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Zum Teil 4 oder zum Inhaltsverzeichnis der Völsungen-Saga

 

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