Das Buch von Ascalon

 

Rezension: Marion Lohmann
 
"Das Buch von Ascalon" liegt vor mir - aufwändig gestaltest als Hardcover mit einem sehr schön gestaltetem Cover lädt es zum Lesen geradezu ein. Ende des 11. Jhdt. ist die Geschichte um den jungen Angelsachsen Conwulf angesiedelt - eine sehr spannende Zeit des Mittelalters.
Um es vorweg zu sagen - Michael Peinkofer hat mit seinem historischen Roman ein großartiges Werk geschaffen.
Der Autor lässt in seiner Geschichte unterschiedliche Handlungsstränge parallel laufen. Dabei schildert die Schicksale seiner Protagonisten sehr einfühlsam. Sorgsam baut er die unterschiedlichen Figuren auf, lässt sie gleichsam wachsen und sich entwickeln und begleitet ihren Weg über mehrere Jahre. Man lernt die Personen förmlich kennen nimmt Anteil an ihren vielen Abenteuern, an ihren Sorgen und Nöten - aber auch an den frohen und schönen Abschnitten ihres "Lebens".
Es gelingt dem Autor mit leichter Hand, diese unterschiedlichen Handlungsstränge langsam zusammen zu führen und am Ende zu vereinen. Trotz dieser Vielschichtigkeit führt uns Michael Peinkofer sicher durch sein Werk, verliert das Ziel der Reise des jungen Conwulf und der anderen Personen nicht aus den Augen. Sorgfältig schildert er auch das Umfeld und die schwere Zeit, die seine Protagonisten durchleben.
Historisch ist die Geschichte in den Wirren und unübersichtlichen Zeit des 1. Kreuzuges angesiedelt. Dieser Hintergrund gibt dem Autor viel Platz für eine spannungs- und actionreiche Geschichte. Diesen Raum hat der Autor genutzt und ein spannendes, abwechslungsreiches Werk geschaffen - sorgsam eingebettet in die damalige Zeit.
Das Buch wird durch einen Prolog eingeleitet, der diesen geschichtlichen Hintergrund aufzeigt und so einen sehr gute Einstieg in das Werk bietet. Eine Karte am Anfang und Ende des Buches stellen auch die räumlichen Gegebenheiten dar, so dass man die weite Reise der Personen gut nachvollziehen kann. Der Prolog und die Karten runden ein wirklich gelungenes Werk ab.
 
Fazit:
"Das Buch von Ascalon" ist ein fesselnder, spannender Roman, der für mich pures Lesevergnügen war. Michael Peinkofer zeichnet mit seinem Schreibstil sowohl die verschiedenen Charaktere als auch das Umfeld und die Ereignisse sehr sorgfältig. Ein sehr empfehlenswertes Buch.

 

Quelle: Archiv - Praeco Medii Aevi

 

Das Buch von Ascalon

Michael Peinkofer
Das Buch von Ascalon
Historischer Roman
 
Erschienen im:
Bastei Lübbe
Oktober 2011
Hardcover, 847 Seiten
ISBN: 978-3-7857-2432-3
EURO 19,99

 

Inhalt:
Köln, 1096.
Unzählige Kreuzfahrer nutzen die Stadt als Durchgangsstation. Immer wieder gibt es Übergriffe gegen die jüdische Bevölkerung. Schließlich wird der Kaufmann Isaac beauftragt, den wertvollsten Besitz der Gemeinde zurück ins Gelobte Land zu bringen: das BUCH VON ASCALON.
Zusammen mit seiner Tochter Chaya macht er sich auf den gefährlichen Weg. Dabei begegnen sie dem jungen Dieb Con, der um eine große Verschwörung gegen den englischen Thron weiß, und einem armenischen Gelehrten, der ganz eigene Ziele mit dem mysteriösen Buch verfolgt. In Jerusalem soll sich ihrer aller Schicksal erfüllen ...
 
Autor Der Autor Michael Peinkofer:
 
Michael Peinkofer wurde 1969 geboren. Er studierte Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaft und arbeitet als Journalist, Übersetzer und Schriftsteller. Er war unter anderem tätig als Fernsehjournalist für das Magazin Moviestar. Er hat nach Verlagsangaben unter diversen Pseudonymen schon etwa 180 Bücher verfasst. Unter dem Namen Michael Peinkofer ist vor seinem ersten historischen Roman „Die Bruderschaft der Runen“ aber nur „Das große Star Trek Buch“ erschienen, das unter seiner Mitautorschaft entstanden ist.
Michael Peinkofer lebt heute mit Frau und Tochter in Kempten im Allgäu.

 


 

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