Die Königin der Weißen Rose

 
Rezension: Marion Lohmann
 
Die Rosenkriege - ein sicher sehr ergiebiges und schönes Thema für eine Romantrilogie, die mit diesem Roman beginnt. Das Buch präsentiert sich mit ansprechendem Cover, lädt so zum Lesen ein. Einleitend findet man eine Übesichtskarte und die Stammbäume der verfeindeten Adelshäuser York und Lancaster - eine durchaus angemessene Einstimmung auf das Thema.

Philippa Gregory lässt ihre weibliche Hauptperson Elizabeth Woodville, eine ehemalige Lancasterianerin, die Geschichte erzählen.
Es ist die Geschichte einer starken, mutigen Frau, die, nachdem sie alles verloren hat, mit Charme, ihrer Schönheit und weiblicher List das Herz König Edward IV. erobert und dessen Gemahlin wird. So mehrt sich zwar das Ansehen ihrer Familie, fördert aber auch im gleichen Maße Missgunst und Neid aus dem Umfeld. Edward steht zwischen den Fronten der rivalisierenden Häuser und muss sich gegen die eigene Familie und seine Freunde behaupten, um seine Gattin, die Kinder und auch sein Land zu schützen.
Durch die "Ich-Form" fühlt man sich in die Geschichte eingebunden, erlebt sie als "Beteiligter" mit. Die Autorin zeichnet von Elizabeth das Bild einer starken, mutigen Frau, die entschlossen um ihre Familie kämpft, allen Intrigen und Anfeindungen standhält. Sie zeichnet aber auch das Bild einer manchmal erschreckenden Gefühlskälte, lässt so die feindliche Umgebung realistisch werden und schildert damit eine rücksichtlose, grausame Zeit, wie man sie sich zu der damaligen Zeit durchaus vorstellen kann.
Es gelingt der Autorin, einen von Anfang an spannenden Roman zu schreiben, abwechselungsreich mit vielen verschiedenen Charakteren, eingebettet in die geschichtlich korrekt dargestellten Ereignisse Englands Mitte des 15. Jahrhunderts. Einzig die vielen geschichtlichen Fakten lassen das Werk oberflächlich betrachtet manchmal etwas trocken erschheinen, allerdings stellt man schnell fest, dass diese Passagen für das Verständnis des Romans wichtig sind und man spürt, dass die Autorin sich gut in der Thematik der Rosenkriege auskennt und sich sehr sorgfältig vorbereitet hat.
 
Fazit: Die Königin der Weißen Rose ist ein gelungener Auftakt zu der geplanten Trilogie. Mit ihrem anschaulichen, schön geschriebenen Erzählstil macht die Autorin neugierig auf den nächsten Band.

 

Quelle: Archiv - Praeco Medii Aevi

Die Königin der Weißen Rose

Philippa Gregory
Die Königin der Weißen Rose
Ein zermürbender Kampf um die Krone
 
Erschienen im:
rororo Taschenbuchverlag
Januar 2011
Taschenbuch, 560 S.
ISBN: 978-3-499-25484-0
EURO 9,99

 
Inhalt:
England, 1464: Die Adelshäuser York und Lancaster kämpfen erbittert um den Thron. Als König Edward, der Erbe der Weißen Rose, der schönen jungen Witwe Elizabeth Woodville begegnet, ist es um beide geschehen. Doch Elizabeth weigert sich, Edwards Mätresse zu werden. Da heiratet der König sie entgegen allen Standesschranken – ein ungeheurer Skandal!
Und keine Frau im Königreich hatte je so viele Feinde. Neid, Missgunst und Intrigen bringen Elizabeth und ihre Familie in größte Gefahr. Ihre Widersacher nennen sie eine Hure. Sie nennen sie eine Hexe. Doch Elizabeth weiß: Sie ist die Königin.
 
Die Autorin Philippa Gregory
Philippa Gregory, geboren 1954 in Kenia, studierte Geschichte in Brighton und promovierte an der University of Edinburgh über die englische Literatur des 18. Jahrhunderts. In den USA und in Großbritannien feiert Gregory seit langem riesige Erfolge als Bestsellerautorin. Neben zahlreichen historischen Romanen schrieb sie auch Kinderbücher, Kurzgeschichten, Reiseberichte sowie Drehbücher und arbeitete als Journalistin für große Zeitungen, Radio und Fernsehen. Philippa Gregory lebt mit ihrer Familie in Nordengland.


 

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