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Die Göttin Brigid
Die Göttin Brigid


www.manfrieds-trelleborg.de/images/articles/brigitsmead.jpgBrigid ist eine helle, lichtvolle Göttin mit vielen Fähigkeiten. Sie gilt als Schutzgöttin der Dichter und Weisheitssucher. Sie wird "Weibliche Weise" genannt, ein Titel, den die männlich orientierte Geschichte nicht leichtfertig vergibt.

Sie versteht sich auf die Heilkünste und die Fruchtbarkeitsmagie. Allerdings hat sie auch eine rustikale Seite, denn sie ist auch Göttin der Schmiedekunst. Sie stellt Schwerter her, mit denen sie auch umzugehen weiß, denn sie lehrte ihr Volk, die Briganten, die Kampfkünste und die Kriegsführung.
Sie hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, aber untergegangen ist die lichtvolle Göttin nie. Sie ist Tochter des Dagda und wurde in einem Heiligtum in Kildare verehrt.
Dort bewachten 19 Priesterinnen ein ewiges Feuer, das ihr geweiht war. Brigid, das bedeutet Wachstum und Fruchtbarkeit in jedem Sinne. Das kann für Frauen Mutterschaft sein, es umfasst den reichen Acker und das erwachen der Natur nach dem Winter.
Die Christlichen Missionare sahen die Verehrung einer so begabten weiblichen Gottheit nicht gerne, konnten den glauben an sie jedoch nicht auslöschen. Daher erklärten sie zur Nonne und ihr Heiligtum zum Kloster.
Als Heilige Brigitte bekam sie auch einen Christlichen Feiertag, Maria Lichtmess. Er fällt - wohl nicht ganz zufällig - auf das Keltische Fest Imbolc, das wörtlich "Milch des Mutterschafs" bedeutet. Es war das Fest der Reinigung und der Fruchtbarkeit, bei dem auch das zunehmende Licht gefeiert wurde.
Sie war auch eng mit der Keltischen Seele verbunden und kümmerte sich um das zusammenweben der geistigen, emotionalen und psychischen Fäden um so die dreifache Seele zusammen zu halten.
Man wandte sich an sie, damit sie ihren Mantel schützend um sie schlug. Der Mantel ist das Netz des Lebens, das den Seelenschrein definiert.
Er wird durch eine Caim-Anrufung gewoben, einem Schutzgebet, das gegen die verschiedensten Gefahren wirkt.
Man kann alle möglichen Worte benutzen, aber normalerweise sind es Brigids Name oder der anderer Götter. Verletzliche Körperteile werden genannt, damit sie geschützt sind.
Traditionell erzeugt man einen Caim, in dem man den Zeigefinger der rechten Hand ausstreckt und auf das Objekt deutet, während man mit der Sonne darum herum geht und ihn aufsagt.
Den Caim kann man zu allen Jahreszeiten und unter allen umständen vornehmen, um Menschen, Häuser, Tiere und das Feuer zu Segnen, das für das Leben steht.
Gallische Mütter hauchten die folgenden Worte über dem Feuer, ehe sie es für die Nacht sicherten:

Ich lege Asche aufs Feuer
Wie Brigid unser aller Ziehmutter es tun würde.
Der heilige Name der Ziehmutter
Sei auf Herd und Haus,
Auf jedem in diesem Heim.
Gott umkreise mich selbst und mein Feuer.
Gott umfange mich und den Boden,
Meine Herde und mein Vieh
Und jeden in diesem Haus.


Dabei breitete sie die Asche zu einem Kreis aus und unterteilte sie in drei gleich große Haufen, mit einem weiteren Haufen in der Mitte. Um den heiligen Namen der Ziehmutter nennen zu können, legte sie drei Torfsoden zwischen die Haufen, so dass sie sich in der Mitte berührten, und bedeckte dann alles mit Asche.
Solche Feuerbräuche und Anrufungen werden im Westen Irlands noch heute ausgeführt. So wird ein Schutz Brigids um das Haus und seine Bewohner gelegt, der die dreifache Integrität der Seele bewaren soll.

Alle Götter sind ein Gott
und alle Göttinen die eine!
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