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Das Gespräch der beiden Weisen 1 Teil
Das Gespräch der beiden Weisen 1 Teil


Da es sich hier um ein sehr langes Gedicht handelt, werde ich es in zwei Teilen niederschreiben.

In diesem Gedicht geht es um einen Steit zwischen Ferchertne und Nede, zweier berühmter Irischer Dichter.Es dreht sich darum wer Oberdichter der Stadt Emain Macha sein soll.
Zum besseren Verständnis beginne ich mit einem Auszug der Geschichte:

So zogen sie nach Emain Macha, und unterwegs begegneten sie Bricriu. Er meinte, wen sie ihm dienten, würde Nede zum Oberdichter Irlands werden. Nede gab ihm ein scharlachrotes Hemd, das mit Gold und Silber verziert war, und Bricriu trug ihm auf, sich auf den Thron des Barden zu setzen. Er teilte Nede auch mirt das Frechertne gestorben sei, doch in Wirklichkeit hielt dieser sich bloß im Norden auf und lehrte seine Schüler.
Dann sagte Bricriu: "Kein Bartloser Jüngling erhält die Bardenwürde von Emain Macha" -den Nede war immer noch ein Junge. Da pflückte Nede eine Handvoll Gras und sprach einen Zauber, so das es an ihm wie ein Bart wirkte. Dann setzte er sich wieder auf den Thron des Barden und zog sein Gewand um sich. Dieses Gewand hatte drei Farben: In der mitte waren Bunte Federn, unten Flecken von findruine, während es oben leuchtend Golden schien.
Derweil ging Bricriu zu Fechertne und sagte:"Es wäre schade, oh Fechertne, wenn du die Würde des Obersten Barden verlieren würdest. Aber ein junger, ehrenwerter Mann hat deinen Platz in Emain Macha Eingenommen.
Darüber wurde Fechertne so wütend, das er zurückeilte. Er blieb mit den Händen am Türrahmen der Halle stehen, erblickte Nede und sagte:

Wer ist dieser Dichter in prachtvollem Kleid,
Der sich hier zeigt, ohne eine Zeile Gesungen zu haben?
Ich sehe bloß einen Schüler,
Und sein Bart ist auch nur Gras.
Wer ist dieser Dichterrivale?
Von Adnes Sohn habe ich noch nie gehört,
Hörte nie von seinem Wissen.
Ein Irrtum ists das er hier sitzt.

Und Nede antwortete redlich:
Oh, Erwürdiger, alle Weisen verbessern einander,
Und alle Weisen mißachten den Dummen,
Aber vorher soll man sehen, welches Urteil zugegen.
Willkommen sei deine scharfe Weisheit.
Jung sein ist kaum ein Markel,
Wenn nicht die Kunst angegriffen wird.
Sei vorsichtig, oh Häuptling,
Du schätzt mein wissen gering,
Aber ich wurde von einem weisen Mann gesäugt.

Fechertne antwortete:
Eine Frage, kluger Bengel,woher kommst du?

Nede antwortete:
Das ist nicht schwer:
Von der Ferse eines Weisen,
Von einem zusammenfluß an Weisheit,
Von vollständiger Güte.
Vom Leuchten eines Sonnenaufganges,
Von den neun Haseln der Dichtkunst,
Von den prachtvollen Strahlen eines Landes,
In dem Wahrheit an Perfektion gemessen wird,
Wo keine Falschheit herrscht,
Wo es bunt zugeht,
Und Dichter sich erfrischen.
Und mein Herr, von wo kommst du?

Fechertne antwortete:
Das ist nicht schwer:
Durch die Säulen der Zeitalter,
An den Flüßen Galions entlang,
Vom Elfenmund, Nechtans Frau,
Am Arm von Nuadas Frau entlang,
Aus dem Land der Sonne,
Aus dem Reich des Mondes,
An Mac ind Ocs Nabelschnur entlang.
Eine frage, kluger Junge, wie heißt du?

Nede antwortete:
Das ist nicht schwer:
Sehr klein, sehr groß,
Sehr hell, sehr Hart,
Wütend wie Feuer,
Feuer der Sprache,
Laute des Wissens,
Brunnen der Weisheit,
Schwert der Lieder,
Singe ich aus dem Herzen des Feuers.
Und Alter, wie heißt du?

Fechertne Antwortete:
Das ist nicht schwer:
Frager, Erklärer,Held der Lieder,
Suchender der Wissenschaften,
Webrahmen der Künste,
Faß der Dichtkunst, Überfluß aus dem Meer des Wissens.
Eine Frage, Oh junger Lehrer,welche Künste übst du aus?

Nede antwortete:
Das ist nicht schwer:
Erröten der Miene,
Beißende Satiere,
Förderung der Scheuheit,
Ablegen der Schamlosigkeit,
Pflege der Dichtkunst,
Suche nach Ruhm,
Werben um die Wissenschaft,
Kunst für jeden Mund,
Verbreitung von Wissen,
Prägen der Sprache,
In einem kleinen raum
Mache ich Gedichte, das Vieh der Weisen,
Einen Strom der Wissenschaft,
Lehre im Überfluß,
Geschliffene Geschichten zur freude von Königen.
Und du, mein Alter, welche Künste übst du aus?

Fechertne antwortete:
Ich jage nach den Schätzen des Wissens,
Stifte Frieden,
Forme Worte,
Und feiere die Künste,
Teile eine Pritsche mit dem König,
Trinke am Boyne,
Mache briarmon smetrach,
Den Schild von Athirne,
Eine Qual für alle,
Ein Teil Weisheit vom Strom der Wissenschaft,
Wut der Inspitarion,
Strucktur des Geistes,
Kunst der kurzen Gedichte,
Klarer aufbau von Worten,
Kriegergeschichten,
Wandern über die Große Strasse,
Wie eine Perle in der Fassung,
Gebe der Wissenschaft Kraft durch poetische Künste.
Eine Frage, junger Lehrer, wie lauten deine Aufgaben.

Das ist nicht schwer:
Zum Berg der Jugend,
Zur Jagd des Alters,
Einem König zu folgen,
In ein Haus aus Ton,
Zwischen Kerzen und Feuer,
Zwischen der Schlacht und ihrem Leid,
Unter dem Volk von Fomor,
In Strömen der Erkenntnis.
Und du, du Weiser, was sind deine Aufgaben?

Fechertne antwortete:
Mich in den Berg des Ruhmes begeben,
Zur Vereinigung mit den Wissenschaften,
In die Lande der Wissenden,
An die Brust der poetischen Vision,
Zur Feier des großen Ebers,
Um Respekt unter den Menschen zu finden.
In den Todeshügel zu gehen,
Wo ich große Ehren Empfange.
Eine Frage, du gescheiter Junge, auf welchem Weg kammst du?


Nede antwotete:
Das ist nicht schwer:
Auf der hellen Ebene der Erkenntnis,
Auf dem Bart eines Königs,
Durch einen Wald des Alters,
Auf dem Rücken eines Zugochsen,
Beim Licht eines Sommermondes,
Mit reicher Nahrung,
Aus Korn und Milch der Göttin,
Mit dürrem Korn,
Durch eine Schmale Furt,
Auf meinen eigenen kräftigen Beinen.
Und du, Weiser, woher kamest du?

Fechertne antwortete:
Das ist nicht schwer:
Auf Lugs Reitweg,
An der Brust sanfter Frauen,
An einem Waldstreifen vorbei,
Auf der Spitze eines Speeres,
Mit einem Gewand aus Silber,
In einer Kutsche ohne Reifen,
Auf einem Reifen ohne Kutsche,
Mit der Dreifachen Unwissenheit des Mac ind Oc.
Und du, du kenntnisreicher Junge,wessen Sohn bist du?

Nede antwortete:
Das ist nicht schwer:
Ich bin der Sohn der Dichtkunst,
Dichtersohn der Prüfung,
Prüfungssohn der Meditation,
Meditationssohn der Kunde,
Kundiger Sohn der Fragen,
Fragender Sohn der Forschung,
Forschungssohn des großen Wissens,
Wissender Sohn des Verstandes,
Verständieger Sohn der Weisheit,
Weiser Sohn der Dreifachen Gottheit der Dichtung.
Und du, Weiser, wessen Sohn bist du?

Fechertne antwortete:
Das ist nicht schwer:
Ich bin der Sohn des Mannes ohne Vater,
Der begraben war in seiner Mutter Schoß,
Der nach seinem Tod gesegnet,
Und mit dem Tod vermählt.
Er war die erste äußerung aller Lebenden,
Der Schrei eines jeden Toten,
Luftiger Ailm ist sein Name
Eine Frage, kluger Junge, gibt es etwas neues?

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