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Keltische Gottheiten
Die irisch-keltischen Götter


Die meisten Götter Erius gehen zurück auf die Tuatha de Danaan. Wie diese sind sie unsterblich und können uns in jeder beliebigen Lebensform begegnen.Erius Götter stehen vor allem für ihre Lebensfreude, auch wenn sie in ihrer Eigenschaft als Schicksalsgötter den Tod bringen. Sie tanzen einen Reigen der kosmischen Vielfältigkeit, der sich durch alle Welten zieht. Wie alle keltischen Gottheiten, sind auch die irischen Götter zahlreich.

Danu (Dana)

Sie ist die Große Mutter, die Urmutter, von der alle Lebewesen abstammen. Ihre Kinder waren die Tuatha de Dannan (die Kinder Danas). Zu ihren direkten Nachkommen zählen Dagda, Nuada, Ogma, Dian-Cecht, Goibnin, Lugh, Lir und Midir.Danu ist die Große Mutter Erde, die alles gibt und alles wieder in sich aufnimmt. Sie stellt die weibliche Seite der keltischen Mythologie dar. Zusammen mit Brigid, der Jungfrau (wahrscheinlich ihre Tochter) und Anu, der Greisin, bildet sie eine Trias. Man kann Danu, Brigid und Anu aber auch als unterschiedliche Aspekte einer Einheit betrachten: die drei Seiten der weiblichen Schöpfungskraft.

Dagda (Beinamen: Ollathair und Ruad Rofhessa)

Dagda ist ein Kind der Danu und identisch mit Eochaid Ollathair. Sein Hauptname weist den Stamm des indoeuropäischen Wortes für "Pferd" auf und macht ihn als Sonnengott kenntlich. Seine Beinamen sind "Allvater" (Ollathair) und Träger des Wissens (Ruad Rofhessa).
Seine Gestalt wird beschrieben als ein hässlicher großer Bauer mit einer magischen Keule. Mit dem eine Ende kann er neun Männer auf einmal niederstrecken, mit dem anderen Ende dagegen kann er heilen und jeder, den er damit berührt, wird wieder gesund.
Dagda ist der schöpferische Gott, der gemeinsam mit der Großen Mutter das Leben schafft. Er erneuert und erhält fortwährend den Kosmos und obwohl er nicht als Stammvater der Menschen gilt, stellt er dennoch das väterliche Prinzip dar. Er ist ein Erdgott, der Gott der Verträge, der Druiden und auch der Totengott. Als Sohn der Danu ist er gleichzeitig der Vater von Brigid und Oengus. Die Göttin Morrighan gilt als seine Geliebte.

Brigid (indoeuropäisch: Hoheit)

Die irische Muttergöttin Brigid ist eine Tochter des Dagda, die Halbschwester von Oengus und die Gattin des Bress.
Ursprünglich war Brigid die Göttin der britischen Brigantes, die sich im Südwesten Irlands niederließen. Brigid wurde zu einer der größten Göttinnen Irlands, was das Wort Brigid mit dem Wort Göttin gleich setzt. Brigid ist Schutzherrin und Göttin der Künste, der Kultur, der Kunstschmiede, der Dichter und der Heiler und gilt als die stärkste und geduldigste irische Göttin. Als Sonnengöttin bringt sie uns am Ende des Winters das Licht zurück und hält schützend ihre Hand über dem Imbolc-Fest. Auch in unserer heutigen Zeit ist Brigid noch immer höchst populär. Gemeinsam mit Danu ist sie sehr freigiebig. Beide gelten als die Göttinnen der einfachen Leute.

Lugh (der Helle, der Scheinende)

Der irische Sonnengott Lugh ist einer der höchsten keltischen Götter; der von den beiden großen Urvölkern Irlands, den Fomorern und den Tuatha de Danaan, abstammt. Sein Ehrentitel ist Samildánach "Meister aller Künste". Er ist ein Sohn der Göttin Dana. Seine Amme war Tailtiu.Lugh ist Kriegsherr, Spender des Heils, Harfner, Dichter und Magier. Nach ihm ist das große Jahreszeitenfest Lughnasadh, das Fest der Ernte, benannt, auch einige Namen großer, bekannter Städte gehen auf seinen Namen zurück, besonders wenn ihre Namen im Zusammenhang mit der Endung "dun" stehen, was Festung bedeutet: Lyon, London, Leiden.
In der zweiten Schlacht von Mag Tured (Moytura) zielte er mit seiner Schleuder auf das einzige Auge des Riesen Balor und besiegte ihn so.

Tailtiu

Tailtiu ist die Erd- und Festgöttin und bedeutet die Verkörperung der Boden- und Naturkräfte. Sie war die Erzieherin und Amme des Gottes Lugh, solange dieser noch keine Waffen tragen konnte. Lugh versprach ihr, sie nach ihrem Tod in der nach ihr benannten Ebene von Tailtiu zu begraben. Als sie starb, löste er dieses Versprechen ein.

Lir

Lir ist ein Sohn der Muttergöttin Danu und Vater des Meeresgottes Manannan. Als Meeresgott gilt er als der tapferste der Tuatha de Dannan: Zunächst verehrte man ihn in abstrakter Form, später jedoch erhielt er eine Gestalt. Er lebt in der Grafschaft Armagh, ist jedoch für niemanden sichtbar. Seine Eigenschaften und Attribute übertrug man später auf seinen Sohn Mananan und setzte die beiden schließlich sogar gleich.

Manannan mac Lir

Manannan ist einer der bekanntesten irischen Götter. Er ist ein Sohn des Meeresgottes Lir und der Vater von Mongan. Als Totengott herrscht er über Mag Mell . Gleichzeitig ist er auch der Herrscher über die Meere, jenseits des Landes der Jugend und der Inseln der Toten. Er wurde zum Hochkönig der Tuatha de Danaan, nachdem diese sich in die Andere Welt zurückgezogen hatten. Er lebt auf der Insel Emain Avalach (Insel der Apfelbäume), von wo aus er sich auf Tir Tairngire um die Götter kümmert. Diese umhüllt er mit einem Mantel, der sie unsichtbar macht, und richtet ihnen Festmähler aus, in denen er sie aus seinem stets gefüllten Kessel speist, der die Götter vor Alter und Verfall schützt. Schweine, die er abends schlachtet, stehen am nächsten Tag wieder unversehrt in ihren Ställen.
Manannan ist ein Meister der Illusion und der Gaukeleien. Da die menschlichen Emotionen mit Wasser vergleichbar sind (unberechenbar und immer in Bewegung), neigen die Menschen dazu, auf Lug und Trug herein zu fallen - auf Menschen, die sie herein legen, ebenso, wie auf das trügerische Wasser.
Mananan trägt einen weiten Mantel, der die Farbe ändern kann. Wenn es stürmte, sagt man, der zornige Mananan schreitet umher und wenn man ganz genau hinhört, kann man vielleicht sogar seinen Mantel im Wind flattern hören. Wellen, die mit Meeresschaum bedeckt sind, gelten als seine Pferde. Mananan ist Besitzer verschiedener magischer Gegenstände: Sein Boot gehorcht demjenigen, der auf ihm fährt. Es braucht auf seiner Fahrt weder Steuer noch Segel. Sein Pferd heißt "Aonbarr". Es bringt ihn sowohl übers Land wie auch übers Wasser. Sein Schwert durchdringt jede Rüstung. Ursprünglich gehörten all diese Dinge Lugh. Wie und wann sie in Mananans Besitz gelangten, ist nicht überliefert.
Sein Thron steht auf der Isle of Man, wodurch die Insel ihren Namen bekam.

Nuada (mit der silbernen Hand)

Er ist ein Kind der Dana und gehört damit zu einem der ältesten irischen Götter. Er ist der Urahn des irischen Königsgeschlechtes und bewachte eines der Heiligtümer der Tuatha de Dannan, ein unbesiegbares Schwert, das in der Schlacht besondere Kräfte entfaltete. Kein Feind konnte ihm widerstehen. In der ersten Schlacht von Mag Tured verlor er eine Hand. Diese wurde ihm in drei mal neun Tagen von seinem Bruder Dian-Cecht durch eine Hand aus Silber ersetzt. In der zweiten Schlacht von Moytura wurde er von dem Riesen Balor getötet.

Ogma

Auch Ogma ist ein Sohn der Danu. Sein Name bedeutet "der Sieger", "der mit dem Antlitz der Sonne" oder "der mit dem Löwenfell". Er ist ein Kulturgott, der Gott der Barden und der Beredsamkeit. Als Gott des Lernens und des Schreibens soll auf ihn die Ogham-Schrift zurückzuführen sein, das Schriftsystem der Kelten. Er ist der Vorkämpfer der Götter und ist für den Kampfesgeist der Krieger zuständig.

Dian Cêcht

Als Sohn der Danu gehört er zu den Tuatha de Danann. Er ist der Gott der Heilung und Gesundheit. Seinem Bruder Nuada ersetzte er die abgeschlagene Hand in einer Zeit von drei mal neun Tagen durch eine bewegliche Hand aus Silber. Seinem Bruder Midir ersetzte er das ausgeschlagene Auge. Er ist es auch, der die in einer Schlacht Gefallenen in einen wundertätigen Kessel taucht und sie damit wieder lebendig werden lässt.


Goibniu ( Gobban, Gobban Saer)

Goibniu ist ein Sohn Danus und der irische Gott der Schmiedekunst. Er ist ein unsterblicher Schmied und Brauer, und gehört mit Luchta (dem Erbauer) und Creidne (dem Gelbgießer) zu einer Dreiergruppe göttlicher Handwerker.

Midir (der Stolze)

Midir gilt als Sohn von Dagda und Danu. Er ist der Gott der Unterwelt und Herrscher über das Wunderland Mag Mor. Er wird als jugendlich und schön beschrieben, mit langen goldenen Haaren, leuchtend grauen Augen und in ein purpurfarbenes Gewand gekleidet. In seinen Händen trägt er einen Speer und ein goldenes Schild. Sein Auftreten wirkt stets edel und freundlich. Er lebt in einem Schloss auf der Insel Mananans (der heutigen Isle of Man). Zur Warnung Reisender stehen an dessen Eingang drei Kraniche. Den Menschen erscheint Midir nur selten und nur besonders Auserwählten.

Morrighan (Morrigu)

Sie stellt die größte, negative irische Muttergöttin dar, eine Kriegsgöttin. Die starke Betonung der Muttergöttin findet hier ihr Gegenstück im Konzept des unzerstörbaren Lebenskreislaufes, das den Tod als zurückgestautes Leben auffasst, dem die Muttergottheit mit Hilfe des schöpferischen, zeugenden Gottes der Anderen Welt neue, individuelle Formen gibt. Die Morrighan ist Teil der Trinität Macha, Bodbh und Morrighan.
Vor und während einer Schlacht, erschien sie in Gestalt von Raben-Vögeln über dem Schlachtfeld. Vor der Schlacht konnte man sie auch als "Wäscherin an der Furt" antreffen. Dort wusch sie die Kleidung derer, die auf dem Schlachtfeld fallen würden.

Bodb

Bodb gilt als eine Erscheinungsform der irischen Göttin Morrighan. Sie taucht gewöhnlich in Gestalt einer Krähe auf. In einem Mythos stiftet sie in dieser Gestalt so viel Verwirrung, dass die Tuatha de Danann ihre Feinde die Fomorer besiegen konnten. Nach einem Kampf wurde das Schlachtfeld als das "Land der Bodb" bezeichnet.

Macha

Macha ist eine irische Muttergöttin, die zur Triade der Morrighan gehört und zur Kriegsgöttin wurde. Ihr Totemtier ist das Pferd. Sie gilt als Nachkommin jener Götter, die Irland vor den Kelten beherrschten. In einigen Mythen ist sie die Gattin verschiedener Helden, Könige und Unsterblicher. In einem Mythos heißt es, dass man sie zwang, schwanger ein Wettrennen gegen die Pferde Cochobars zu reiten. Sie gewann zwar, starb aber anschließend bei der Geburt von Zwillingen. Im Augenblick ihres Todes sprach sie einen Fluch über die Krieger von Ulster aus, die für ihr Schicksal verantwortlich waren. Deren Nachkommen sollten neun Generationen lang die Wehenschmerzen volle fünf Tage und vier Nächte ertragen müssen.

Die drei Machas

Als Machas bezeichnete man bei den irischen Kelten eine Gruppe von drei Erd-, Mutter- und Kriegsgöttinnen, die in ihren Aufgaben den drei Ständen des irischen Volkes entsprachen: Priester, Krieger und Volk. Einige dieser Göttinnen wurden mit irdischen Königen vermählt, so zum Beispiel Macha, die Frau des Nemed.

Oenghus (Angus Og)

Er ist ein Sohn von Dagda und der Muttergöttin Boand (Boanna). Über seinem Kopf schweben ständig vier Vögel mit leuchtendem Gefieder, die Küsse darstellen.
Einst warb er um das Mädchen Caer, das aus Connacht kam, von göttlicher Herkunft war und als Schwan lebte. Ihr Vater Ethal, ein Tuatha de Danann, war gegen eine Heirat. Als Oengus Vater Dagda Ethal jedoch gefangen nahm, kam es zu einer Vereinbarung. Oenghus durfte Caer heiraten, wenn er es schaffe, sie in ihrer Schwanengestalt zu erkennen und wenn sie in die Heirat einwilligte. An Samhain erkannte er sie auf einem See unter einhundertfünfzig Schwänen und sie willigte in eine Ehe mit ihm ein.
Er lebt in einem Palast am Fluß Boyne bei New Grange. Sein Pflegesohn war Diarmuid Ua Duibhne, den wegen eines Liebesfleckes auf seiner Stirn keine Frau ansehen kann, ohne sich in ihn zu verlieben
Als irischer Gott der Liebe, ist Oenghus der Schutzpatron der Liebenden und ein Gott des Friedens. Er steht jenen bei, deren Leben sich um die Musik dreht, und wird mit allem Schönen und Fröhlichen in Verbindung gebracht.

Eriu

Eriu gehört zu den Fomorern. Sie ist die Mutter von Bress und die Tochter von Delbeath. Eriu gilt als die Personifikation der Insel Irland, der sie auch ihren einheimischen Namen gab: Eire.

Ana (Ainé) = irische Muttergöttin

Ainé ist eine irische Muttergöttin. Sie ist die Tochter Owels, welcher ein Druide und ein Pflegesohn Mananans war. Ainé ist die Göttin des Getreides, der Fruchtbarkeit und der Liebe und die Schutzherrin des Münsters Ainé.
Trotz der Christianisierung blieb ihr Kult noch lange erhalten. Besonders unter den Bauern war sie lange beliebt. Ihr zu Ehren entzündete man nachts Fackeln und trug sie um die Hügel. Danach verteilte man die Fackeln und schwenkte sie über dem Land und dem Vieh, wobei man um gute Ernte bat. Viele alte Geistergeschichten ranken sich um die Göttin Ainé. In einer Sage heißt es: Als man die Zeremonie einmal wegen eines Todesfalles nicht stattfinden ließ, tanzten nachts Geisterfackeln um die Hügel, die von Ainè angeführt wurden, damit den Bauern trotzdem eine gute Ernte sicher war.
Ainé gilt als gütig und den Menschen wohl gesonnen. Meist erscheint sie Bauern, um sie in ihrem Glauben zu bestärken und ihnen zu helfen.

Donn

Donn ist ein irischer Totengott und ein Sohn des Mil. Auf der Insel der Toten (die Tech Duinn heißt und sich im Südwesten Irlands befindet) ist er ertrunken.

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