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Zahnkerben als Rangabzeichen?
Zahnkerben als Rangabzeichen?

Kauen mit Kerben?

i.guim.co.uk/static/w-620/h--/q-95/sys-images/Users/Help/screenshots/2011/7/4/1309804254800/teeth-007.jpgDie Wikinger haben durch Einkerbungen ihrer vorderen Schneidezähne ihre Zugehörigkeit zu einer Gilde oder einem militärischen Rang angezeigt. Das vermutet Caroline Arcini vom National Heritage Board in Schweden nach Untersuchungen an mehr als 500 Skeletten von vier schwedischen Wikingerfriedhöfen. Zehn Prozent der Männer Skelette wiesen tiefe, meist horizontale Einkerbungen der oberen Schneidezähne auf.

Die Einkerbungen an den Zähnen der 24 Männerskelette bestanden häufig aus doppelten oder gar dreifachen horizontalen Linien. Frauenskelette mit derartigen Veränderungen fanden sich hingegen nicht. Die Einkerbungen sind mit großer Fingerfertigkeit tief in den Zahnschmelz eingefeilt worden, berichtet Arcini. Es ist nicht sicher festzustellen, ob der Prozess schmerzhaft war, doch zumindest muss er sehr unangenehm gewesen sein, vermutet die Forscherin. Sie schließt daher nicht aus, dass die Einkerbungen ein Zeichen der Fähigkeit sein könnten, Schmerzen zu ertragen.
Allerdings ist die Bedeutung der Zahnkerbungen nicht eindeutig geklärt. Die einzige Gemeinsamkeit der Männer mit Kerben in den Zähnen ist, dass sie alle recht jung starben. Es könnte sich bei den Männern um heroische Kämpfer handeln, die als Zeichen ihrer Verdienste die Einkerbungen vornehmen ließen. Jedoch weist nur ein einziges Skelett Spuren einer Verletzung auf und es ist daher nicht anzunehmen, dass die Männer im Kampf starben. Möglicherweise zeigten die Einkerbungen auch die Zugehörigkeit zu einem Clan an oder galten schlicht als Schmuck.

Ornamentale Einkerbungen der Zähne waren um das Jahr 1000 auch in Amerika in Mode. Da die Skelette aus der gleichen Epoche stammen, könnten die Wikinger den Brauch auf ihren Reisen kennengelernt und exportiert haben.
Arcini weist darauf hin, dass einige Wikinger von weit entfernten Friedhöfen fast identische Einkerbungen in ihren Schneidezähnen aufweisen. Zukünftige Untersuchungen sollen den Ursprung und die Ausbreitung der Zahnkerbungen preisgeben, hofft die Forscherin.



Quelle: www.zaek-nr

.. sich erinnern heißt nicht Asche streuen, sondern das Feuer weitergeben ..

Hm, hätte zu den Zahkerben noch eine Ergänzung bzw Frage:
Habe in einen Bericht gehört das die Zahnkerben sogar noch gefärbt wurden damit man sie besser sehen kann, oft mit blau...ob König Blauzahn darauf zurück zu führen ist????

Es mag sein, dass sich einige Krieger die Zahnkerben zusätzlich noch dunkel gefärbt haben - belegte Funde dafür gibt es bisher aber nicht.

Der Beiname für Harald I. "Blauzahn" Gormson ist sicher nicht auf gefärbte Zahnkerben zurück zu führen.
Die Herkunft des Namenszusatzes „Blauzahn“ oder „Schwarzzahn“ für Harald "Blauzahn" ist unklar und daher Gegenstand zahlreicher Spekulationen und Volksetymologien. Dass sich die Bezeichnung auf die Farbe der Zähne des Königs bezog, ist unwahrscheinlich. Nichtsdestoweniger verarbeitete der schwedische Schriftsteller Frans G. Bengtsson das Zahnmotiv in einem Kapitel seines Romans Die Abenteuer des Röde Orm.
Der erste Bestandteil des Kompositums kann sicher auf die altnordische Farbbezeichnung blár zurückgeführt werden, die sowohl für „dunkelblau“ als auch für „schwarz“ bzw. „bleifarben“ steht.
Unsicherheit besteht bezügl. des Bestandteils -tönn „Zahn“. Plausibel erscheint die Auffassung als sog. Heiti-Metapher für ein Schwert. Andere Historiker vermuten, dass er mit dem Wort þegn „Freisasse, Untertan; Dolch“ (vgl. engl. thane und chieftain) in Verbindung zu bringen ist.


Quelle:
Harald Blauzahn (Wikipedia)

.. sich erinnern heißt nicht Asche streuen, sondern das Feuer weitergeben ..

Danke das ist auch sehr interessant...hab ich gleich zu meinen Notizen zugefügt...Smile


.. sich erinnern heißt nicht Asche streuen, sondern das Feuer weitergeben ..

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