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Vergoldete Figur aus dem 9.Jhdt
Ein außergewöhnlicher Fund
- Vergoldete Frauenfigur aus dem 9. Jhdt.



www.vikingemuseetladby.dk/media/294390/revningekvinden.jpgDie Wikingerzeit liegt schon weit zurück - und es fällt uns heute mitunter schwer, uns realistisch vorzustellen, wie die Menschen der damaligen Zeit wirklich aussahen. Die Entdeckung dieser kleinen weiblichen Figur aus reinem Silber wurde im 9. Jhdt gefertigt und bringt uns das Aussehen der dänischen Menschen der Wikingerzeit näher und vermittelt uns viele neue Erkenntnisse über die Kleidung, Schmuck und Kultur der Wikingerfrau.
Der Fund der "Revninge-Frau", der einen detaillierten Einblick in das Aussehen der Menschen in der Wikingerzeit vermittelt, ist eine echte Sensation.

Der Archäologe Mukunda Feveile, Leiter der Abteilung Landschaft und Archäologie an Østfyns Museen, führt dazu aus:
"Kleine humanoide Figuren aus der Wikingerzeit sind extrem selten. Die Kleidung der "Revninge-Frau" ist ungewöhnlich detailliert ausgearbeitet und wird sicherlich dazu beitragen, die Diskussion darüber, wie die Kleidung der Frauen damals ausgesehen haben könnte, neu entfachen. Über den Hüften trägt sie offenbar ein sehr großes Schmuckstück - das ist sehr überraschend, da bei anderen Grabfunden ein solcher außergewöhnlicher Schmuck in der Regel auf der Brust platziert ist. Sehr ungewöhnlich ist auch der Kopf der kleinen Figur - er ist dreidimensional ausgebildet, während der Körper flach, also zweidimensional gefertigt ist. Eigentlich sind diese Figuren immer durchgängig zweidimensional."

Die kleine weibliche Figur ist 4,6 cm hoch, wurde aus reinem Silber hergestellt und dann vergoldet. Der Körper ist flach und zweidimensional, während Kopf ziemlich ungewöhnlich dreidimensional ist. Am Hinterkopf sind es zwei kleine Löcher, die darauf schließen lassen, dass die Figur als Anhänger getragen wurde.
Das Gesicht ist sehr fein ausgeführt. Das Haar ist straff mit einem "Midterskilning" zurück gekämmt und hinten zu einem Knoten gflochten.
Die Hände ruhen auf der Vorderseite der Hüften. Zwischen ihnen liegt das bereits beschriebene Schmuckstück.
Das lange Kleid hat lange Ärmel und ist ebenfalls sehr detailliert ausgearbeitet - Falten, Perlen, Bänder und Kreise sind zu erkennen. Um dem Hals ist ebenfalls reichhaltiger Schmuck zu sehen, vielleicht eine Perlen- oder goldene Gliederkette in mehreren Reihen.

Die mehr als 1100 Jahre alte "Revninge-Frau" ist ab dem 28. Mai im Wikingermuseum Ladby zu sehen.


Quelle:
(Text + Bild)
Vikingemuseet Ladby

.. sich erinnern heißt nicht Asche streuen, sondern das Feuer weitergeben ..

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