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Raunächte
Zwölf geheimnisvolle Nächte
In ihnen stecken alte Mächte.
Nebelschwaden überall im Land
Schicksale geführt von verborgener Hand

Zwölf Nächte steht die Zeit nun still
Das Rad der Nornen nicht spinnt
Die Zeit sie nicht mehr verrinnt
Das Rad steht nun still

Spinnen, weben und den Faden schneiden
Sich an Leid und Freund der Menschen erweiden
Die Nornen schweigen zwölf Tage lang
Odin er reitet nun zwölf Nächte lang

Kein Laut die Stille durchbricht
Das Rad des Schicksal, es nun ruht
Odin seine Einherjer zusammenruft
Selbst er lauscht wenn die Völva spricht.

Was wird die Zukunft bringen
Welche Worte kann man der Völva abringen
Was werden die Nornen spinnen
Welche Schicksale sie nun ersinnen

Zwölf Tage, Zwölf Nächte nun Schweigen
Zwölf Tage, Zwölf Nächte Nebelreigen
Zwölf Tage, Zwölf Nächte wilde Jagd
Zwölf Tage, Zwölf Nächte kein Zeit uns plagt

Dann sich das Rad von neuen dreht
Dann die Norne wieder webt
Das was eine dann gesponnen
Das was die andere ersonnen

Der Faden von der Dritten dann geschnitten
Das Los es kommt unerkannt angeritten
Die Völva kann es sehen,
aber auch sie muss ihre Wege gehen

Schweigen wenn die Götter es gebieten
Reden wenn die Götter sich mir ihr berieten
Mahnen wenn das Unheil naht
Stumm erdulden wenn das Schicksal seine Wege bahnt.
(c) Tanja Lennert
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