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Thingplatz der Wikinger in Schottland entdeckt
Thingplatz der Wikinger in Schottland entdeckt


Unter dem Parkplatz der schottischen Kleinstadt Dingwall in den Highlands haben Archäologen Spuren einer 1000 Jahre alten Versammlungsstätte der Wikinger entdeckt. Doch eigentlich war der Fund vorhersehbar.

Selbst raue Seefahrer wie die Wikinger hatten Gesetze und diskutierten darüber. Zu diesen Gerichts- und parlamentarischen Versammlungen, genannt „Thing“, kamen alle Wikinger auf einem großen Platz, der Thingstätte, zusammen. Nun wurde erstmals ein solcher Ort in Schottland entdeckt.

Da ein Thing nur selten abgehalten wurde, und sich die Wikinger danach wieder in alle Himmelsrichtungen verstreuten, waren Thingplätze in der Regel nur Erdaufschüttungen auf Feldern, abgerundet mit ein paar Steinen. Deswegen ist es für Archäologen heutzutage so schwierig, die Überreste davon zu finden. Jetzt hat also auch Schottland seine erste Thingstätte – oder zumindest einen Erdwall aus dem 11. Jahrhundert tief unter einem Parkplatz.

Die Versammlungsorte der Wikinger waren quer über ganz Nordeuropa verteilt. Die Namen der Parlamente in Dänemark (Folketing), Island (Althing) und Norwegen (Storting) erinnern heute noch daran. Doch auch der Name des Fundorts in Schottland leitet sich vom altnordischen Wort Thing ab, weshalb der Fund niemanden hätte überraschen dürfen. Denn irgendwie war es vorhersehbar, dass Archäologen ausgerechnet in der schottischen Kleinstadt Dingwall fündig werden.

Quelle:
www.g-geschichte.de
www.scotsman.com

.. sich erinnern heißt nicht Asche streuen, sondern das Feuer weitergeben ..

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