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Großprojekt Stonehenge
Stonehenge begann als Großprojekt


Die Erbauer von Stonehenge begannen nicht mit Geklecker, sondern klotzten gleich los. Bisher gingen die Forscher davon aus, dass sie zuerst die kleineren Blausteine aus Wales errichteten und erst später die großen Megalithen aus lokalem Sandstein aufstellten. Doch eine neue Untersuchung einer Gruppe von Archäologen um Timothy Darvill von der Bournemouth University und Mike Parker Pearson von der University of Sheffield hat jetzt nachweisen können, dass es andersherum war. Vor mehr als 4600 Jahren stellten die Baumeister zunächst die massiven Sandsteinmegalithen auf. Erst später holten sie Blausteine aus Wales dazu. "Die ursprüngliche Idee war, dass es klein anfing und dann größer wurde", meint Darvill. "Aber das ist falsch. Es fing groß an und blieb groß."

Während die großen Sandsteine bis zu 40 Tonnen auf die Wage bringen, sind die kleineren Blausteine nur um die vier Tonnen schwer. Die Ergebnisse veröffentlichten die Archäologen in der Dezemberausgabe der Zeitschrift "Antiquity".

Die neuen Forschungen zeigten auch, dass Stonehenge sehr schnell erbaut wurde. Statt Jahrhunderte an jedem Bereich des Monuments zu puzzeln, stellten die Baumeister die wesentlichen Bauteile der Anlage wahrscheinlich binnen weniger Generationen auf. Die neue Datierung erlaubt auch eine Zuordnung zu unterschiedlichen Kulturen, die in der Umgebung lebten. Die Forscher konnten die Sandsteine Schweinebauern zuordnen, die es damals nur auf den Britischen Inseln gab. Die Blausteine aber gehören zur Glockenbecherkultur. Die Schaf- und Kuhhirten der Glockenbecherkultur lebten in ganz Europa.


Quelle: www.spiegel.de/wissenschaft

.. sich erinnern heißt nicht Asche streuen, sondern das Feuer weitergeben ..

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