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Wikinger-Delikatessen in Grönland
Wikinger-Delikatessen in Grönland

Vor rund 500 Jahren verschwanden die Wikinger aus Grönland - und niemand weiß, wieso. Als Gründe wurden Naturkatastrophen, Klimawandel oder mangelnde Anpassungsfähigkeit an die Lebensbedingungen dort vorgeschlagen. Zumindest Letzteres aber konnte nun widerlegt werden. Ein dänisch-kanadisches Forscherteam hat eine Isotopenanalyse von isländischen Wikingerknochen vorgenommen und konnte zeigen, dass die Wikinger sich von reichlich Seehundfleisch ernährten.
"Auch wenn die Wikinger traditionell als Bauern gesehen werden, passten sie sich schnell an die arktische Umgebung an", sagt Jan Heinemeier von der Aarhus University. "In Grönland begannen sie, mehr und mehr Seehunde zu essen, bis diese im 14. Jahrhundert zwischen 50 und 80 Prozent ihrer Ernährung ausmachten."

Die Daten stammen von 80 Skeletten aus verschiedenen Zeiten. "Nichts spricht dafür, dass die Wikinger Grönland wegen einer Naturkatastrophe verließen", schließt Heinemeier aus den Ergebnissen. "Sie könnten höchstens das Seehundfleisch überbekommen haben da draußen am Ende der Welt." Die Forscher berichten in einer Reihe von Artikeln im "Journal of the North Atlantik" von ihrer Arbeit.

Quellen:
www.spiegel.de/wissenschaft
Journal of the North Atlantik

.. sich erinnern heißt nicht Asche streuen, sondern das Feuer weitergeben ..

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