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Glas und Glasperlenherstellung
Glas und Glasperlenherstellung


Für die Glasproduktion im Mittelalter mussten die Handwerker nicht nur das komplizierte Herstellungsverfahren, sondern auch die schwierige Chemie der Zuschlagstoffe für die Schmelze beherrschen. Daher sind Glasmacher heute wie damals Spezialisten.

Die Glasproduktion wurde nach dem Niedergang des römischen Reiches erst zu Beginn des Hochmittelalters im Raum nördlich der Alpen wieder städtisches Handwerk. Viele Fundumstände (z.B. aus Haithabu) deuten darauf hin, daß man importiertes Rohglas bzw. Glasbruch verarbeitete. Gefundene Perlen aus Glas vermitteln einen Eindruck von der virtuosen Beherrschung vielfältiger Verarbeitungstechniken.

www.manfrieds-trelleborg.de/images/forumbilder/glas_und_glasperlenherstellung_1.jpg
(Perlen Museum Haithabu)


Herstellung einer Glasperle

  • Vorglühen des Hefteisens: Im Feuer eines Kuppelofens wir eine Eisenstenge, die sogenannte Heftstange zum Glühen gebracht.
  • Aufnahme des Rohglases: Mit der Spitze des glühenden Hefteisen nimmt der Handwerker ein Stück Rohglas auf, das in einer EisenPfanne angewärmt wurde.
  • Erhitzen des Glases: Das Glas wird im Zentrum des Ofens erhitzt bis es zähflüssig ist.
  • Aufwickeln des Glases: Auf dem Perldorn, einem Eisenstab mit konischer Spitze und Holzgriff, wird die zähe Glasmasse aufgewickelt. Schließt sich der Glasring um den Dorn, trennt ihn der Handwerker vom überstehenden Glasstrang ab.
  • Formen der Rohperle: Die Rohperle wird erneut erhitzt und auf einem glatten Stein durch Rollen in die gewünschte Form gebracht.
  • Verzieren der Perle: Mit einem Messer werden in die noch formbare Perle beispielsweise Rippen eingeschnitzt.
  • Warmhalten der Perle: Der Eisenstab des Perldorns zieht sich beim Abkühlen schneller zusammen als das Glas. So kann die Perle leicht abgestreift werden. Damit sie durch zu schnelles abkühlen nicht zerspringt oder Risse bekommt, wird sie in einem Tongefäß in der Glut eines Kohlefeuers warmgehalten.


www.manfrieds-trelleborg.de/images/forumbilder/glas_und_glasperlenherstellung_2.jpg
( Fibelperlen und Fibeln, Museum Haithabu)

Kein Wunder, dass sie so kostbar waren - und sind! TOP

Und allen die es nicht wissen, sei es gesagt: Völva bedeutet, 'Sie, die sieht',
aber nicht die Zukunft, wie man allgemein glaubt, sondern die wahre Natur des irdischen Lebens.
....ja stimmt und obwohl sie schon so alt sind, strahlten die Perlen im Schaukasten vom Museum, in allen Farben! Mir ist aufgefallen das es kein "LIKE" gibt...hab mich echt dran gewöhnt Kommentare mit "Gefällt mir" anzuklicken ^^

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