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Kochen wie die Wikinger
Kochen wie die Wikinger


Die frühmittelalterlichen Völker des Nord- und Ostseeraumes, die Wikinger, waren nicht nur gefürchtete Krieger und Räuber, sie waren wagemutige Entdecker mit enormen Leistungen in der Seefahrt sowie auch Fernhändler.
Darüber hinaus zählen archäologische Funde, wie z.B. das Oseberg-Schiff, zahlreiche Runen-Inschriften und ihre bis heute überlieferten Sagas zu den kulturellen Errungenschaften der Wikinger. Aber auch in kulinarischen Angelegenheiten waren sie keine „Barbaren“. Allerdings waren es nicht die Männer, die an der Kochstelle die Heldentaten vollbrachten, denn das Herdfeuer war das Reich der Wikingerfrau. Alles, was mit Essen und Trinken zu tun hatte, oblag ihren Händen und sogar das Bierbrauen war lange Zeit eine Domäne der Wikingerinnen.

Mus und Getreidebreie, aufgebessert mit Zutaten wie Honig, Äpfeln, Wildfrüchten, ausgelassenem Speck oder Käse waren ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Speisezettels. Die Wikinger bauten vor allem Gerste, Roggen und Hafer an, aber auch ein wenig Weizen. Aus Gerste und Roggen buken sie ihr Brot, doch Brot aus dem teuren Weizen konnten sich nur Jarle und Könige leisten. Eine hochentwickelte Milchwirtschaft bot den Wikingern eine große Auswahl von Milchprodukten: Käse in verschiedenen Variationen, Butter und Buttermilch, Sahne, Sauer- und Dickmilch, Joghurt und Quark. In den Gärten der Wikinger wuchs eine große Vielfalt an Obst, Gemüse und Kräutern, Wildfrüchte und Wildgemüse ergänzten den täglichen Speiseplan. Fisch gehörte ebenfalls zu ihren Grundnahrungsmitteln; Fleisch aber war teuer und kam nur zu festlichen Anlässen auf den Tisch. Über ihre ausgedehnten Handelswege, die bis zu den Arabern und sogar bis nach Asien reichten, bezogen sie Gewürze wie Pfeffer, Sternanis und Zimt, aber auch Fadenkandis und kandierte Früchte.

Eine schmackhafte Annäherung an die Kultur der Nordleute und eine Einführung in die Besonderheiten der Wikingerküche, mit authentischen und nachempfundenen Rezepten, bietet das Buch "Kochen wie die Wikinger" von Rannveig Moroldsdotter. Die Autorin entführt mich auf eine Reise in die Vergangenheit und lässt mich die Traditionen und Bräuche der Nordmänner erleben.
So wage ich mich gespannt und erwartungsvoll an das erste, nicht so aufwendige Rezept. Erbsen in Schmalz gedünstet stehen auf meinem Speiseplan und das einzige, nicht authentische Hilfsmittel ist mein Elektroherd.
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Erbsen in Schmalz gedünstet


www.manfrieds-trelleborg.de/images/forumbilder/Kochen_wie_die_Wikinger.JPG


Zutaten:

750 g frische grüne Erbsen (oder auch tiefgekühlt)
250 g durchwachsener Speck
3 Zwiebeln
60 g Schweineschmalz
ein Bund frische Petersilie
2 El gehackter Kerbel
1 tl Honig
Pfeffer, ein wenig Salz

Zubereitung:

Die Erbsen putzen, pulen, waschen, abtropfen lassen. Den Speck und die Zwiebeln in kleine Würfel schneiden. Im Schmalz unter Rühren dünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Wenn sie anfangen braun zu werden, die Erbsen zugeben und gut durchmengen. Petersilie und Kerbel fein hacken und zusammen mit dem Honig nach 5 Minuten zugeben. Zugedeckt noch 10 Minuten unter häufigem Schwenken dünsten. Mit Pfeffer und gegebenenfalls Salz abschmecken.

Tipp:
  • Wer keine frischen Erbsen bekommt, kann auch TK-Erbsen nehmen. Dosenerbsen können verwendet werden, allerdings zerkochen diese leicht zu Mus.





Quelle:

www.zauberfeder-verlag.de/Produkte/KO1/KO1_Cover_Web_M.jpg



Rannveig Moroldsdotter
„Kochen wie die Wikinger“

Verlag Zauberfeder

ISBN: 978-3-938922-31-6

Und allen die es nicht wissen, sei es gesagt: Völva bedeutet, 'Sie, die sieht',
aber nicht die Zukunft, wie man allgemein glaubt, sondern die wahre Natur des irdischen Lebens.
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