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Brot aus Kiefernrinde
Lecker und gesund: Brot aus Kiefernrinde

Viele Kiefern im Øvre-Dividalen-Nationalpark im norwegischen Troms tragen rätselhafte Narben in der Rinde. Zunächst hielt man die Schnitte für alte Markierungen, mit denen die Samen - ein indigenes Volk Nordskandinaviens - Wege oder alte Weidegrenzen kennzeichneten. Jetzt aber glaubt Arve Elvebakk von der University of Tromsø, den wahren Grund erkannt zu haben: Hungrige Samen haben Kiefernrinde geerntet, um daraus Mehl zu gewinnen.

Dazu hätten sie die innere Rinde abgeschabt - jedoch immer nur so viel, dass der Baum überlebte. Die Kiefernrinde packten sie in Birkenrinde, vergruben sie, und entzündeten darüber ein Feuer, das bis zu vier Tagen brennen konnte. Die Hitze röstete die Kiefernrinde, so dass sie trocken wurde und anschließend zu Mehl gemahlen werden konnte. Die Rinde sei sogar ziemlich gesund gewesen und habe gleichzeitig als Medizin gegen verschiedene Parasiten wie zum Beispiel Bandwürmer gewirkt, meint Elvebakk. Die meisten Erntestellen liegen an den Nordseiten der Bäume - weil der Sonnengott die Südseite beschien.


Quelle:
spiegel.de-wissenschaft

.. sich erinnern heißt nicht Asche streuen, sondern das Feuer weitergeben ..

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