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Das Dorf im Tal
Das Dorf im Tal

Einsam liegt das Dorf im Tal,
Vogelgezwitscher überall.
Eine Mutter sieht man dort
mit ihrem Kind - ein schöner Ort.

Im Wind das Gras wogt wie die See,
am Bächlein trinkt ein junges Reh,
das Wasser plätschert munter drein,
vom Himmel wärmt der Sonne Schein.

Im Schutz der Berge das Dorf liegt,
der Wind Baumwipfel sachte wiegt,
so ist es hier seit eh und je –

da hebt den Kopf plötzlich das Reh.

Von Ferne hört man dumpfes Grollen,
als würden schwere Donner rollen.
Immer lauter wird der Ton
und jetzt läuft auch das Reh davon.

Die Mutter hebt das Kind empor
manch' Volk kommt aus den Hütten vor.
Aus dem Donnern wird niemand schlau,
denn der Himmel ist noch blau.

Dann dämmert es – die Leut' versteh'n

und bald darauf kann man sie sehn.
Die wilde Horde - hoch zu Roß.
Aufs Dörfchen zu stürmet der Troß.

Stahl blitzt auf, durchdringt die Leiber
man hört den Ruf: ,,Holt her die Weiber!"
Grausam wüten die wilden Horden,
als wären sie verrückt geworden.

Es hilft kein Betteln und kein Fleh'n,
kein Dorfbewohner bleibt heil steh'n.
Im Blut liegen sie dort erschlagen,
ihr Hab und Gut wird weggetragen.

Qualmend brennt das Dorf im Tal,
blut'ge Leichen überall.
Eine Mutter liegt tot dort,
mit ihrem Kind - welch grausam' Ort.

(von Holger Ulfsson)

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Vieh stirbt, Freunde sterben, ebenso stirbt man selbst. Was übrig bleibt ist der Tatenruhm
den man sich ehrenvoll erwarb und von dem die Skalden künden.
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