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Wikingersparschwein ausgebuddelt
Wikingersparschwein ausgebuddelt

Ein Sparschwein im Eimer

Am Gründonnerstag fanden Archäologen auf einem Feld in Rone auf der dänischen Insel Gotland ein ganz besonderes Osterei: Sie entdeckten einen Bronzeeimer, gefüllt mit Silbermünzen aus den Jahren 1000 bis 1040. Wahrscheinlich wurden die Geldstücke in Deutschland geprägt. Bislang ist der Fund allerdings nicht mehr als ein verklebter Metallklumpen. "Noch können wir uns nicht sicher sein, weil die Röntgenstrahlen das Silber nicht durchdringen", sagt Ausgräber Per Widerström. "Es könnten auch andere Silberteile in dem Eimer sein, aber bisher sieht es so aus, als wäre er bis zum Rand mit Silbermünzen gefüllt."

Der Archäologe bezeichnet den Eimer als eine Art wikingerzeitliches Sparschwein. Die Größe des Schatzes ist bemerkenswert, denn er markiert einen Wendepunkt in der Stellung der Händler in der Gesellschaft der Wikinger. "Münzfunde aus der Zeit vorher sind meist viel kleiner. Diejenigen aus der Zeit danach aber sind - auch wenn sie seltener vorkommen - meist sehr viel größer." Es ist nicht der erste Wikingerschatz, der in diesem Feld gefunden wurde. Bereits 1880 kam dort ein Hort mit fast 6000 Münzen aus dem 11. Jahrhundert ans Licht. Jetzt sei das Feld aber definitiv leer, versichert Widerström: "Wir sind uns sicher, dass dort nun nichts mehr zu finden ist."

Quelle: www.spiegel.de - wissenschaft

.. sich erinnern heißt nicht Asche streuen, sondern das Feuer weitergeben ..

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