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Heimdall, der Wächter der Regenbogenbrücke
Heimdall, der Wächter der Regenbogenbrücke


www.manfrieds-trelleborg.de/images/forumbilder/heimdall_waechter_regenbogenbruecke.jpgHeimdall ist neben dem glänzenden Baldur der lichteste und strahlendste Gott unter den Asen. Er ist der Wächter der Himmelsbrücke Bifröst, dem siebenfarbigen Regenbogen, der die Erde mit dem Himmel und den Planeten untereinander verbindet, denn die Erde ist ja ein Planet unter anderen Planeten im Weltraum.
Heimdall ist aber nicht nur der Wächter der Regenbogenbrücke.
In der Edda werden die Menschen des öfteren als „Heimdalls hohe und niedere Kinder“ bezeichnet. Das Rîgsmâl berichtet, dass er unter dem Namen Rigr durch Midgart wandert und nacheinander bei drei Ehepaaren einkehrt. Mit jeder der drei Frauen zeugt er mehrere Kinder. Als Stammvater des Menschengeschlechts wird er dadurch zum Begründer der drei Stände Knechte, Bauern und Jarle.
Weil er den Menschen die Sprache und den Gebrauch der Runen lehrt, wird seine Funktion als Vermittler zwischen Menschen und Göttern ersichtlich.
Heimdall braucht keinen Schlaf und seine Sinne sind beständig wach. Er hört das Gras und die Wolle auf den Schafen wachsen.

Heimdalls astrologische Herrschaft beginnt am 20.01. und endet am 18.02. Es ist die Zeit des Übergangs vom Winter zum Frühjahr, in die auch das Lichtmessfest bzw. das keltische Imbolc fällt.
Die Regenbogenbrücke Bifröst ist ein Symbol für das Übertreten der Schwelle ins Jenseits und veranschaulicht den Übergang in eine neue Daseinsform. Wird sie von einem Lebenden (Scheintoten) überquert, erzittert sie bis in ihre Grundatome. Daher hütet Heimdall die Schwelle nicht nur zum Wohle der Götter, sondern schützt auch jeden Unwissenden und Unreifen vor sich selbst. Wann immer eine Seele eine neue Ebene erreichen will, muss sie geprüft werden, um sich ihrer Weiterentwicklung würdig zu erweisen.
Das Menschsein hängt durch Heimdall ganz deutlich mit Lernen, Erfahrung und Höherentwicklung zusammen und er ist es auch, der die Höherentwicklung leitet und all jene schützt, die sich auf dem Pfad des Suchenden befinden.
Heimdall ist eine der vielen Emanationen Odins und stellt somit das „höhere Selbst“ dar.
Sein Gjallarhorn, in das er zu Beginn der Ragnarök (Götterdämmerung) stößt, symbolisiert (plötzliche) Überraschungen, denn durch sein Gellen erheischt es unsere Aufmerksamkeit und kündigt neuartiges und noch nie da gewesenes an, was so manche festgefahrene Situation aus der Bahn werfen und uns damit zu neuen Erkenntnissen führen kann.

Heimdall steht für das Reisen in die jenseitigen Welten, den Übergang, den Kontakt zum höheren Selbst, Intuition, Hellhörigkeit und Weisheit, aber auch für Wachsamkeit und Scharfsinn. Er lehrt durch den Lauf der Gestirne die Erkenntnis der Natur, den Reigen des Lebens und die Schöpfungsvielfalt.

Und allen die es nicht wissen, sei es gesagt: Völva bedeutet, 'Sie, die sieht',
aber nicht die Zukunft, wie man allgemein glaubt, sondern die wahre Natur des irdischen Lebens.
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