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Keltische Siedlungsreste entdeckt
Sensationeller Fund in Ampermoching

Ampermoching ist plötzlich 800 Jahre älter - Archäologen entdecken keltische Siedlungsreste aus der vorchristlichen Latènezeit.

Einen sensationellen Fund haben Archäologen im Hebertshausener Ortsteil Ampermoching gemacht: Am östlichen Ortsrand fanden sie Reste einer keltischen Siedlung aus der Latènezeit (5. bis 1. Jahrhundert vor Christus). Erste Sondierungen ergaben, dass die entdeckte Gebäudegrundrisse aus dem dritten oder zweiten vorchristlichen Jahrhundert stammen. Ampermoching, das 748 erstmals urkundlich erwähnt wurde, ist somit plötzlich mindestens 800 Jahre älter geworden.

Das ist eine absolute Aufwertung für Ampermoching", sagte Hebertshausens Bürgermeister Michael Kreitmeir der Dachauer SZ. "Jetzt haben wird sogar das 2000 Jahre alte Augsburg überholt", merkte er stolz an. Auch das Landesamt für Denkmalpflege hält die bisherigen Befunde für ungewöhnlich, ist das Gebiet um Dachau "doch vergleichsweise arm an archäologischen Fundstellen, insbesondere der Latènezeit", wie Pressesprecherin Beate Zarges mitteilt.

Das Areal im Osten Ampermochings, auf dem im kommenden Jahr nach Auskunft Kreitmeirs 34 Parzellen für eine kleine Siedlung erschlossen und bebaut werden sollen, galt dem Landesamt für Denkmalpflege dank Hinweisen aus Luftbildern als potentieller Fundort. "Uns liegt hier ein reguläres Verfahren im Rahmen der Bauleitplanung vor", erklärt Zarges. Bevor die Gemeinde dort mit den Erschließungsmaßnahmen beginnen konnte, mussten unter Aufsicht des Landesdenkmalamts die oberen Bodenschichten untersucht werden, da man schon vermutete, dort Funde aus keltischer Zeit zu machen.

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.. sich erinnern heißt nicht Asche streuen, sondern das Feuer weitergeben ..

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